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Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik
Entstehung
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nifLösung und „Durchbrechung jener primitiven Reflexion" 12 )]zu deuten Und in den Windischmannschen Vorlesungen formu-lliert Schlegel jenes ihm längst bekannte Prinzip mit den "Worten:l,Das Vermögen der in sich zurückkehrenden Tätigkeit, die[Fähigkeit das Ich des Ichs zu sein, ist das Denken. Dies(Denken hat keinen anderen Gegenstand als uns selbst." 13 )[Hiermit sind also Denken und Reflexion gleichgesetzt. Diesgeschieht jedoch nicht allein, um dem Denken jene Unendlich-Jkeit zu sichern, die in der Reflexion gegeben und ohne nähere.[Bestimmung, als Denken des Denkens über sich selbst, alsfragwürdiger Wert erscheint. Vielmehr haben die Romantikerlin der reflektierenden Natur des Denkens eine Bürgschaft für(dessen intuitiven Charakter gesehen. Sobald die Geschichte(der Philosophie in Kant, wenn auch nicht zum ersten Male,(so doch explizit und nachdrücklich, zugleich mit der Denkmög-llichkeit einer intellektuellen Anschauung ihrer Unmöglichkeitlim Bereich der Erfahrung behauptet hatte, tritt ein vielfältigeslund beinahe fieberhaftes Bestreben hervor, diesen Begriff fürIdie Philosophie als Garantie ihrer höchsten Ansprüche wiederI zurückzugewinnen. Es ging von Fichte, Schlegel, Novalis und|Schelling in erster Reihe aus.

Schon in seiner ersten Passung der Wissenschaftslehre| („Ueber den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenanntenPhilosophie" Weimar 1794) dringt Fichte auf das wechselseitigeDurch-Einander-Gegebensein von reflexivem Denken und un-mittelbarer Erkenntnis. Er tut es mit voller Deutlichkeit derSache nach, wenn sich auch der letztere Ausdruck in dieser| Schrift noch nicht findet. Für den romantischen Reflexionsbe-griff ist dies von großer Wichtigkeit. Es gilt hier dessenBeziehungen zum Fichteschen eingehend klarzulegen; daß ervon diesem abhängig ist, steht fest, kann aber für den vor-liegenden Zweck nicht genügen. Hier kommt es darauf an,rcnau zu vermerken, wieweit die Frühromantiker Fichte folgen,um deutlich zu erkennen, wo sie sich von ihm trennen").

12 ) Schriften 11. ") Vorlesungen 23.

u ) Mit Beziehung auf Fichte und Friedrich Schlegel sagtHaym: „wer wollte in dieser ideenreichen Zeit pedantisch dasAbstammungsverhältnis einzelner Gedanken und d as Eigentums-recht der Geister bestimmen?" (264) Auch in diesem Zusammen-hang handelt es sich nicht um nähere Bestimmung des übrigensklar zutage liegenden Abstammungsverhältnisses, sondern um denErweis der wenig beachteten erheblichen Differenzen zwischen beidenGedankenkreisen.