52Auf dieses Zutrauen aber, welches er sich zuerwerben suchen muß, gründet sich nun auch dasAnsehen, in welches er sich bei den Kindern zusetzen hat. Und auch dieses ist durchaus unent-behrlich, wenn er Nutzen unter ihnen stiften will.Sobald sie ihn verachten oder geringschätzen,kann er unmöglich diesen Zweck erreichen. Sehrviel aber kommt hiebei darauf an, wie er sich inder ersten Zeit seiner Amtsverwaltung gegen siebeträgt. Hier muß er sich gleich mit ihnen auffesten Fuß setzen. Ist er anfangs gar zu nach-sichtig, läßt er ihnen alles hingehen, ohne auchnur ein Wort dazu zu sagen; so werden sie ver-wöhnt. Mit einer sehr geringen Strafe hätte erin dieser Zeit sehr viel ausgerichtet. So abermacht er für die Zukunft oft ein Heer von stren-gern Beſtrafungen nothwendig. Alſo auch ſelbſtdann noch, wenn er sich zu ihnen herabläßt,darf er sich nicht zu tief herablassen. Die un-schuldigen Scherze, wodurch er sie zu erheiternsucht, dürfen nicht zu weit gehen. Der ernst-haf.vollkommner machen? von Gottfr. Große. Inden „Gedanken, Vorschlägen und Wünschen zurVerbesserung der öffentlichen Erziehung“ herausge-geben von F. G. Resewitz. (Berlin 1777 2c. 8.)A. d. H.Bd. II. St. 2.
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1 (1790)
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52
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