hern geben könnte, und bald legt die Macht desVorurtheils und der Gewohnheit Hindernisse inden Weg. Wie lange also wird es noch dauren,bis wir einmal solche Vorbereitungsschulen ha-ben! Vielleicht müssen wir uns noch ein halbesJahrhundert hindurch mit den gewöhnlichenSchulen behelfen. Vielleicht werden diese nochlange die einzigen Anstalten seyn, welche dieMängel der Erziehung suppliren sollen. HütenSie sich also nur bis dahin, daß Sie niemalsein Kind zu früh in die Schule aufnehmen! Esist für das Kind unausbleiblicher, oft noch in hö-herm Alter fortdaurender Nachtheil. Aber erqui-cken Sie sich dann auch an dem Gedanken, daß dieSchulanstalten, die wir nun einmal haben, fürden Staat, und gewiß auch für Eltern und Kin-der um desto dringenderes Bedürfniß sind. Ohnesie würde der Staat sich unmöglich in blühendemWohlſtande befinden, und Eltern und Kinder un-möglich auf künftige Freuden Anspruch machenkönnen,Dies wird offenbar, wenn ich auch nur mitwenigen Worten den Zweck des Schulamts näherandeute. Er ist doppelt.Der Schullehrer soll erstlich zur Bildung desVerstandes der Kinder in vorzüglichem Gradewill-
Druckschrift
1 (1790)
Seite
27
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten