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14Aber haben Sie denn auch wohl genau darü-ber nachgedacht, was eigentlich der Zweck IhresAmts sey? Sie nehmen's mir nicht übel,daß ich diese Frage Ihnen vorlege. ManchenSchullehrer, der noch älter war, als Sie,fragt' ich so, und er wuste mir keine hinreichendeAntwort zu geben. Es ist dabei lange nicht ge-nug, die Kinder buchstabiren, lesen, rechnen unddergleichen zu lehren, obgleich dieses von man-chem als der eigentliche Zweck seines Amts ange-sehen wurde. Ein solcher Unterricht ist nur Mit-tel, diesen Zweck zu erreichen, und auch dasnur alsdann, wenn er die gehörige Beschaffen-heit hat. Wollen Sie mir nicht also erlauben,daß ich Sie einmal in den Gesichtspunct stelle,woraus Sie Ihr Amt zu betrachten haben? Ichzweifele nicht, es wird Ihnen dadurch die Wich-tigkeit desselben, und die heilige Pflicht der Gewis-senhaftigkeit dabei doppelt einleuchtend werden.Sie wissen, es ist sehr gewöhnlich, daß manErziehung und Unterricht von einander unter-Jene, sagt man, ist für die Eltern;scheidet.dieser für den Lehrer. Jene bezieht sich neben derSorge für den Körper vorzüglich auf Lenkungdes Willens der Kinder, auf Erweckung undStär-