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Während die italienifche Renaiffance gern mit antiken Fragmenten den Gartenbelebt, zog das vorige Jahrhundert Sphinxe, Trophäen und Vafen vor.
Die fchon bei den Aegyptern übliche Geil alt der Sphinxe hat fich den ver-fchiedenen Stilen angepafft und fand im XVIII. Jahrhundert die reichfte und üppigfteEntfaltung. Wir geben in Fig. 104 69 ) die von Ohmann fkizzirten, in öfterreichifchenGärten befindlichen Sphinxe, die eine ungemein grofse Mannigfaltigkeit in der' Com-pofition und eine reiche Phantafie verrathen.
Schwungvolle Waffentrophäen find in Ludwigsburg zu fehen (Fig. 105 70 ), unddie Fülle von fchönen und originellen Vafen, die fich in den Gärten jener Zeit be-finden, ift unerfchöpflich.
Noch mannigfaltiger, als die Geftalt der Sphinxe ift die Form der Vafen. Durchdie ganze Gefchichte der Künfte könnte man in ihnen die Charaktere der verfchie-denen Stile verfolgen. Daher kann es nicht verwundern, dafs diefe zu jeder Zeit fobeliebte und dankbare Form in der Decoration des Gartens eine Hauptrolle fpielt.
Die Vafen find bisweilen als Prunkftücke auf ein Poftament gefetzt; alleinnoch öfter finden fie auf der Baluftrade einer Terraffe, eines Parterres oder einerTreppe Aufftellung. Fig. 106 71 ) zeigt eine monumentale, im reichften Schmuckprangende Vafe mit antiker Grundform, während Fig. 107 72 ) eine Reihe von phantafie-vollen Vafen im Geift des deutfchen Rococo darbietet.
Die fchwärmerifche Zeit von Ronffeau liebte es auch, die romantifche Stimmungdes Gartens durch Grabmonumente von Dichtern und Philofophen zu erhöhen.Diefe Grabftätten waren jedoch leer. Unfere nüchterne Zeit kann fich mit folcherPoefie nicht mehr befreunden; aber hie und da finden wir noch in Parken gröfsererLandgüter wirkliche Gruft-Capellen, die auch zur GartenArchitektur gezählt werdendürfen.
55-Trophäen,
Vafenetc.
56.Grabrr.äler.
Literaturüber »Garten-Architektur«.
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Handbuch der Architektur. IV. 10. S
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