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Gartenhäufern bei, und weifen ferner darauf hin, dafs im eben genannten Halbbande(Abth. IV, Abfchn. 7, Kap. 4) diefes »Handbuches« Gartenhäufer, Kioske und Pavillonsgleichfalls der Befprechung unterzogen worden find.
Das erfte Beifpiel ift in ruflikem Holzftil gehalten, entbehrt jedoch nicht einer kräftig markirtenSilhouette; daffelbe wurde von Haret für den Park der Weltausstellung zu Paris 1878 erbaut. Der Pavillonin Fig. 91 5S ) zeigt die malerifchen Formen der deutfchen Renaiffance und wurde im Stadtgarten zu Stutt-gart von Joos &* Co. nach dem Entwurf von //. Th. Schmidt errichtet.
Im Anfchlufs hieran feien noch diejenigen Gebäude erwähnt, die zur Her-ftellung eines Gartens gehören, wie z. B. Orangerien (Fig. 92 59 ) und Gewächshäufer,Vogel- und Thierhäufer, Mufikpavillons u. f. w. Die in Fig. 92 dargeftellte Orangerieift im Stil Louis XV. (Rococo) von Stehlin ausgeführt.
Der Befprechung diefer Baulichkeiten können wir uns jedoch enthalten, da fiefchon an anderen Stellen diefes »Handbuches« behandelt worden find" 0 ). VomFafanengebäude bei Sansfouci (yovi Perfius) wollen wir aber doch in Fig. 93 G1 ) eineSkizze geben; denn fein Aufbau ift von befonderem Reiz.
Im gleichen Stil gehalten, und recht charakteriftifch für die vornehme Art, inwelcher die Berliner Meifter aus dem Anfange diefes Jahrhundertes die Architektureines Nebengebäudes in einem Park auffafften, ift auch das Wohnhaus des Gärtnersin Charlottenhof bei Potsdam (von Schinkel, Fig. 94 u 1 ).
5°-
Pflanzen-,
Thierhäufer
etc.
6. Kapitel.Sonftige bauliche Anlagen.
Das Pförtnerhäuschen hat in der Garten-Architektur gleichfalls eine eigeneBedeutung, weil es gleich am Eingang dem Publicum in das Auge fällt. In früherenZeiten wurde diefes Häuschen im Stil des Hauptgebäudes gehalten, wie in Fig. 95 62 )die Portierwohnung eines Palais des XVIII. Jahrhundertes zu Neuchätel zeigt. Heutewerden folche Häufer meiftens als befondere Gegenftände behandelt und in häufigunfymmetrifchen, ländlichen Formen ausgeführt (Fig. 96 6S ).
Zu den Bauten, die nicht nur einen rein decorativen Charakter haben, rechnenwir noch die Ausfichtsthürme, die manchmal, aufser der Gelegenheit, die Fernfichtzu geniefsen, auch einen praktischen Zweck erfüllen, indem fie eine kleine Wohnungenthalten (Fig. 97 68 ), ferner die Wafferthürme, Wetterfäulen etc.
Im vorigen Jahrhundert wurden in den Gärten Gebäude aufgeftellt, die nurideellen Zwecken dienen follten, wie z. B. Tempel, Altäre, Colonnaden und Grab-mäler. Tempel wurden Göttern des Alterthums oder Tugenden geweiht. So fehen :wir in Potsdam einen von Gontard errichteten Tempel der Freundfchaft (Fig. 98 G2 ).
5i-Pförtner-häuschen.
52-Ausfichts-thürmeetc.
53-
Tempel
und
ndere Bauten.
59 ) Nach: Stehlin, J. J. Architektonifche Mittheilungen aus Bafel. Stuttgart 1893.
60) .TJeber Mufik-Pavillons oder -Zelte« fiehe Theil IV, Halbband 4 (Abth. IV, Abfchn. 7, Kap. 2), über »Vogelhäufer-Theil IV, Halbband 3 (Abth. III, Abfchn. 1, Kap. 6, unter d) und über .Pflanzenhäufer« Theil IV, Halbband 7 (Abth. VII,Abfchn. 4, C, Kap. 9).
61 ) Nach: Architektonifches Skizzenbuch. Berlin 1858—83.
62) Nach: Lambert, A. & E. Stahl. Motive der deutfchen Architektur etc. Stuttgart 1890—93.
63 ) Facf.-Repr. nach: Architektonifche Rundfchau. Stuttgart i8yo.
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