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Die Garten-Architektur
Entstehung
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42.

Treppen

und

Baluftraden.

hundertes athmen. Hübfche Terraffen wurden auch 1890 von Otto Rieth in Stutt-gart errichtet, welche von einem Monumentalbrunnen gekrönt werden (Fig. 64 37 ).

Terraffen bedingen Treppen und Baluftraden, die zu unzähligen Löfungen An-lafs geben. Eine originelle Löfung von einer Treppe ift uns aus dem Cafino Ros-pigliofi in Rom bekannt (Fig. 65 38 ). Im Uebrigen fei bezüglich folcher Freitreppenauch auf Theil III, Band 6 (Abth. V, Abfchn. 2, Kap. 3, unter a) vervviefen.

Die Baluftraden, welche die Oberkante der Terraffen bekrönen, werden durchPoftamente und Monumente oder Figuren unterbrochen (Fig. 65). Reizende Motivediefer Art befitzt der Schlofsgarten in Würzburg (Fig. 66 u. 67 39 ), der fich altenStadtmauern anfchliefst und fchöne Blicke in die Landfchaft darbietet. Die Treppen-

Fig. 65.

Treppe im Garten des Palais Rospigliofi zu Rom 3S )

Baluftraden diefes Gartens find mit Kindergruppen gefchmückt, in denen die zier-lichen Figürchen in der Tracht der Zeit erfcheinen und eine reizende, anfpruchslofeDecoration bilden.

43-

Wafierbecken

und

Wafferkünfte.

3. Kapitel.

Wafferbecken, Wafferkünfte, Brunnen und Brücken.

Die Wafferbecken und Wafferwerke, die meiftens im Zufammenhang mit denTerraffen componirt find, werden als Ergänzung der Garten-Architektur behandelt.Sie wurden im XVI. Jahrhundert von Italien nach Frankreich und Deutfchland ein-geführt, wo fie ihre Vollendung erreichten. Vom XVI. bis zum XVIII. Jahrhundert

3S ) Facf.-Repr. nach: Die Bauhütte. Stuttgart 1884.

39 ) Nach: Lambert, A. & E. Stahl. Motive der deutfchen Architektur etc. Stuttgart 1890—93.