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hundertes und kannte Italien aus zwei Studienreifen (1710 und 1730). Er warals Architekt Anhänger der claffifchen Richtung von Palladio. Seine Thätigkeitin England fängt mit 1730 an; er veränderte den Park von Stowe in Buckingham-fhire, der 1714 von Bridgman angelegt worden war. Bridgman hatte noch
eine architektonifche Compofition zu Grunde gelegt, befchnittene Bäume
ange-Blick
wandt und keine Rückficht auf breite Landfchaftsbilder genommen. Einauf den alten und auf den von Kent abgeänderten Plan (Fig. 42 u. 43 27 ) zeigt,dafs letzterer mit ganz anderen Mitteln arbeitete. Kent war auch im Kenfington-Park thätig.
Sein Nachfolger ift Brown, der die naturaliftifche Richtung übertrieb. Nachfeinem Tode (1768) verbreiteten fich die Grundfätze der neuen Richtung auf ganzEngland und auf den Continent bis nach Rufsland hinein.
Nach Brown ift Chambert zu nennen, der die Uebertreibung des neuen Garten-ftils mit feinen unzähligen Zufälligkeiten und bizarren Erfindungen im Zaum zu haltenverfuchte. Chambert ftrebte danach, den Garten in einzelne Stimmungsbilder zuzertheilen.
Andere Künftler, wie Mafon, Knight und Price waren Vertreter höherer,malerifcher Gefichtspunkte und verfuchten wieder gröfsere Einheit herzuftellen. Dieeigentliche Garten-Architektur hat aber an diefen Anlagen wenig Antheil.
Der Hang zur Romantik in der englifchen Gartenkunft veranlaffte die Künftlerzur Nachahmung von Ruinen und Aufftellung fremdartiger Bauwerke, gothifcherCapellen, römifcher Tempel oder chinefifcher Pagoden u. f. w., fo wie zur Schöpfungromantifcher Naturfcenerien, die auf einem befchränkten Raum eine möglichft grofseAbwechfelung der Eindrücke geben füllten. Man muthete dem Befucher folcher Park-anlagen zu, beim Anblick einer Hochgebirgsfcene vom Schauer erfafft zu werden,während er unmittelbar darauf durch die melancholifche Stimmung einer Trauer-weide und eines Kreuzes zu Thränen gerührt werden follte.
Diefe Spielereien, die mit der Architektur nichts zu thun haben, beeinträch-tigten den Gefchmack nicht nur in England, fondern auf dem ganzen Continent.Sie überlebten fich bald. Aber die unregelmäfsige Plananlage behauptete ihreStellung. Diefe follte um fo fefter fein, je mehr die unregelmäfsige Architektur fürdas Hauptgebäude zur Regel wurde. Wenn das Gebäude aber auf architektonifcheGliederung Anfpruch machen will, fo verlangt es auch einen Uebergang feiner Archi-tektur zum Garten, und fo kann wenigftens der Grundgedanke einer architektonifchenCompofition nicht ganz befeitigt werden.
Der Einflufs des englifchen Gartenftils war auf dem Continent fo grofs, dafsalle neuen Anlagen nach englifcher Art ausgeführt wurden. Wir nennen als charak-teriftifches Beifpiel das Schlofs von Hohenheim bei Stuttgart, deffen Garten gegenEnde des XVIII. Jahrhundertes von demfelben Herzog Carl angelegt wurde, dereinige Jahre früher Monrepos und Solitude mit architektonifch componirter Umgebungverfehen hatte.
Der ganze Gedankengang, welcher der Schöpfung des englifchen Gartens vonHohenheim zu Grunde liegt, ift fo phantaftifch, dafs wir uns in unferer heutigennüchternen Zeit kaum hineinzudenken vermögen. Die Erklärungen, die nach demPlan von Heideloff 'jeder einzelnen Abbildung beigegeben find, zeigen das Gefchraubte
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Ke7it's
Nachfolger.
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Kennzeichnung
des
englifchen
Gartenftils.
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Einflufs
auf den
Continent.
") Facf.-Repr. nach : Allg. Bauz. 18