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24.
Ludwigsburg
und
Favorite
bei Stuttgart.
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deckten mittleren Saal. Die inneren Räume find mit aus Holz gefchnitzten Rococo-Ornamenten und Seidentapeten auf das glänzendfte gefchmückt.
Auf einer Anhöhe fteht ein anderer zierlicher Bau, Badenburg genannt(Fig. 33 20 ), der einen prächtigen Vorfaal befitzt. Der Baderaum ift mit Galerienverfehen, die von grofsen Con-
Fig. 33-
P
folen getragen werden, unddie Wandflächen des oberenRaumes find mit Pilaftern ausdunkelrothem Marmor und mitvergoldeten Kapitellen belebt.
Ein drittes Gebäude vonIntereffe ift die durch Brückenzugängliche Pagodenburg (Fig.34 20 ), angeblich vom KurfürftenMax Emanuel entworfen. Dieinnere Ausfchmückung diefeskleinen Baues ift ganz ent-zückend.
In Baden find die Gärtenvon Bruchfal und Schwetzingenberühmt, in Württemberg Lud-wigsburg, Solitude, Monreposund Hohenheim.
Von diefen Refidenzen iftLudwigsburg die grofsartigfte.Das Schlofs ift von ungeheurenAbmeffungen, und die Parkan-lage ift eine bedeutende. Offen-bar drückte die Pracht folcherAnlagen auf das Gemüth des Be-fitzers; denn wie Ludivig XIV.neben Verfailles kleinere, in-timere Refidenzen fuchte, foliefs der Gründer von Ludwigs-burg, Herzog Eberhard Ludwig,in der Nähe des grofsen Schloffesfür kleinere Hoffefte und Jagd-vergnügungen das SchlöfschenFavorite bauen, welches zu denmalerifchften Schöpfungen jenerZeit gehört (flehe die nebenflehende Tafel). Die Mitte derCompofition bildet ein hoherFeftfaal, an deffen Langfeiten je drei nahezu quadratifche Zimmer fich anfchliefsen,wovon nur das mittlere den von vorn bis rückwärts gehenden Saal berührt. Anden vier Ecken deffelben ergeben fich kleine quadratifche Räume, die als Durch-gänge dienen und wovon der eine für eine Wendeltreppe benutzt ift, die im Inneren
Badenburg zu Nymphenburg 20 ).