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Die Garten-Architektur
Entstehung
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Gärten zu Clagny, Jffy, Bercy, Chantilly, St.-Cloud u. A. von ihm her. Sein Rufhatte fich über ganz Europa verbreitet, und er war beauftragt, die Schlofsgärten zuCharlottenburg und Oranienburg in Preufsen, zu Greenwich, Saint-James, Morparkund Chateworth in England auszuführen. — Er lieferte auch den Plan zu Peterhofin Rufsland (Fig. 24 14 ), welcher von Le Blond ausgeführt wurde.

Le Nötre ftarb 1700, und in der erften Hälfte des XVIII. Jahrhundertes bliebfein Stil lebendig. Ein vornehmer Künftler diefer Zeit war J. F. Blondel (1705—74).Die Gartenanlage, die in Fig. 25 lä ) wiedergegeben ift, erinnert in hohem Mafse an dieCompofitionen von Le Nötre.

Später verlor der Stil von feiner Gröfse und fuchte mehr das Bizarre, als dasftreng Architektonifche. Wenn Le Nötre fchon im grofsen Mafse das Befchneiden

Fig. 27.

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Nifche im Park zu Marly-le-Roi 16 ).

der Bäume angewendet und damit im Allgemeinen die Wirkung von Wänden undCouliffen gefucht hatte, fo hatte er auch zierliche Effecte mit diefer Kunft erzielt,wie z. B. die Arcaden aus grünem Laub, die das grofse Parterre von Marly(Fig. 26 le ) umgeben; dabei ift eine impofante architektonifche Wirkung erreicht.Eben fo entbehren die Nifchen in demfelben Garten (Fig. 27 16 ) nicht der Gröfse.Später aber wurde diefe Kunft, die Bäume zu befchneiden, zur Darfteilung einzelnerGegenftände benutzt, wie z. B. von Ruinen, Monumenten und Thiergeftalten. Auchwurden die grofsen Laubwände gegliedert und zum Theile wie Fagaden mit Fenfternund Pilaftern verfehen.

Dies artete leicht in Spielereien aus, und die architektonifche Wirkung mufftedarunter leiden. Die Broderien und geometrifchen Gartenverzierungen des Parterresentwickelten fich ungemein und wurden beinahe die Hauptfache der Gartenkunft.

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XVIII. Jahr,hundert.

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