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Die Garten-Architektur
Entstehung
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PlaftifcheWerke.

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Schloffes die Einfaffung in Baumhöhe, und anftatt mit Blumen und Gefträuchernfüllte er die Felder mit Baumpflanzungen aus. Solche Felder allein konnten nochin der perfpectivifchen Entfernung wirken; fie find auch eine Charakteriftik desfranzöfifchen Gartenftils.

Wenngleich die Vergewaltigung des Baumes etwas Widerfinniges hat, fo mufsman doch zugeben, dafs die franzöfifchen Künftler diefer Zeit immer eine impofanteWirkung im Sinne hatten; ihre gefchnittenen Baumreihen mufften als koloffaleCouliffen die perfpectivifche Wirkung der Scenerie erhöhen. Sie vereinfachten inihrer monumentalen Vertheilung von Licht und Schatten den Eindruck des Ganzen.In keiner Zeit wurde mit folcher Strenge der Reiz der Einzelheit der Macht des

Fig. 24.

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Peterhof bei St. Petersburg 14 ).

Ganzen geopfert. Hier beherrfcht die Kunft die Natur; fie zwingt fie, und fo langefie mächtig auf das künftlerifch angelegte Gemüth wirkt, erfüllt fie ihren Zweck. Wennfie von der Natur beherrfcht wird, wie dies im englifchen Garten der Fall ift, fo ver-liert fie an Kraft und kann mit dem Suchen nach Wildnifs überhaupt ganz aufhören,eine Kunft zu fein.

Einen befonderen Glanz befitzen diefe Gärten durch den Reichthum an Waffer-werken, die, wie in Verfailles und Marly, in das Ungeheuere gingen.

Aber noch charakteriftifcher für den franzöfifchen Gartenftil ift die Fülle vonplaftifchen Werken, die an der ihnen gegebenen Stelle eine befondere Rolle zufpielen haben. Während die Italiener meiftens antike Werke, Statuen und Frag-mente möglichft vortheilhaft und mit fehr vielem Gefchick in ihren Gärten auf-ftellten, fchufen die Franzofen ein befonderes Volk von Statuen und Göttern, welche

u ) Nach: Uillußration.