Wim
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Gartenanlage, und dies zu einer Zeit, wo die Architektur eine hohe künftlerifcheBedeutung erreicht hatte; denn in der verhältnifsmäfsig kurzen Zeit von 1515—70wurden in Frankreich 24 königliche oder Privatpaläfte von grofsem architektonifchemWerth gebaut. Wir nennen u. A. die Schlöffer von Chambord und Anet. Wennwir das fchöne Werk von Jacques Androuet du Cerceau: » Les plus excellents bäti-ments de France«. (Paris 1579), zur Hand nehmen, fo fehen wir, dafs die Gärtendiefer Paläfte keinen grofsen Zug und keine originelle Compofition aufzuweifen haben.Da diefe Schlöffer meiftens Umbauten von alten befeftigten Burgen find, fo richtetfich die Anlage nach den früheren Gräben und Mauern. Der Garten ift in der Geftalt
Giardini Boboli zu Florenz: Vasca di Nettuno.
eines Schachbrettes angelegt, und feine Mannigfaltigkeit befteht in den Unterfchiedender Mufter der einzelnen Quadrate (fiehe die neben ftehende Tafel). In Montargisift der Garten fächerförmig um das Schlofs herum angelegt; die Fächerform ift aberauch in Quadrate getheilt.
Einen befonderen Ausdruck erhält der Garten zu Gaillon durch eine von zweihohen Eingangsthüren und einen Mittelpavillon markirte Hauptaxe (fiehe die zweiteder neben flehenden Tafeln).
Eine bedeutende Anlage ift die des unter Carl IX. angefangenen SchloffesCharleval. Diefe Gärten find im Allgemeinen von Waffer umfpült, welches in denfrüheren Befeftigungsgräben flofs; ein Arm derfelben durchfchneidet oft die Anlage.Sie befitzen ftattliche Laubgänge und Cabinete an der Seite, manchmal eine Reihe