Handel und Industrie der Stadt Düsseldorf.
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wohlfeilen Getreidetransportes von dem damals bedeutend-sten Fruchtmarkte unserer Provinz zu dem ostrheinischenFabrikbezirke.
Die erste Fahrt auf der im Jahre 1838 bis Erkrathfertiggestellten Eisenbahn fand am 15. October, dem Ge-burtstage des damaligen Kronprinzen statt, während dereigentliche Tag der Betriebseröffnung der 1. Deeemberdieses Jahres war.
Im folgenden Jahre wurde während der günstigenJahreszeit zweimal wöchentlich, sonst nur an Sonntagengefahren. Am 10. April des Jahres 1841 war die StreckeErkrath-Vohwinkel ausgebaut, und am 3. September diesesJahres konnte die ganze Strecke bis Elberfeld dem Be-triebe übergeben werden.
In gleicher Weise, wie der Ausbau dieser, wurde kurzeZeit nachher der Bau einer Bahn aus dem Kohlenrevierder Ruhr über Kettwig nach hier, ferner einer Bahnver-bindung Düsseldorfs mit Köln, sowie einer solchen durchden Canton Sittard nach der Maass, zum Anschluss an da*grosse belgische Eisenbahnnetz und den Hafen von Ant-werpen geplant. Letzterer Ausbau wurde um so mehr er-strebt, als man a\if diese Weise eine Schutzwehr gegendas mächtige holländische Schiffs-Monopol zu erhalten hoffte.
In diese Zeit fällt auch die Anlage einer Gasfabrik undErrichtung eines Fruchtmarktes hierselbst. Aus letzteremAnlass wurde in der Nähe des Schwanenmarktes eine Frucht-halle zur Aufnahme desjenigen Getreides erbaut, welchesam Markttage nicht verkauft werden konnte, und gleich-zeitig für Beschaffung eines Fonds gesorgt, aus welchementsprechende Vorschüsse auf die nicht verkauften Quan-titäten gegeben worden sollten. Ein hiesiger Banquiererbot sich, der Stadtverwaltung hierzu die nöthigen Geld-mittel gegen Zahlung von 4% Procent zur Verfügung zustellen; dieselbe konnte indessen bei der Abneigung der Re-gierung gegen dieses Project von dem Anerbieten keinenGebrauch machen. Nach Schluss des Marktes hatte derMarktmeister der Handelskammer unverzüglich schrift-lichen Bericht über die Anfuhr des Getreides sowohl, alsden Verkauf und die erzielten Preise zu erstatten. DieMarktwaare kam ausschliesslich zu Wasser an, das perFuhre gebrachte Getreide gelangte selten auf den Markt;es wurde meist den Consumenten direct zugeführt.
Vorstehende Daten sind die erwähnenswerthesten ausdem ersten Jahrzehnt nach der für Düsseldorfs Entwicke-lung so bedeutsam gewordenen Rheinschifffahrts-Convention.Die Oberbürgermeisterei hatte in diesem Jahre 32 000.die Stadt Düsseldorf 24 000 Einwohner.