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Handel und Industrie der Stadt Düsseldorf.
Von
Handelskammer-Sekretär P. Schmitz.
I. Periode.
Von der Verleihung der Stadtrechtebis zum Jahre 1798.
Die ersten Spuren über die Entwickelung des Handelsund der gewerblichen Verhältnisse unseres Platzes greifenzurück bis zum Jahre 1288.
In der Urkunde, in welcher Graf Adolf von Berg deman der Dussel gelegenen Flecken die Stadtrechte feierlichstverbriefte, ertheilte er nämlich seinen Bewohnern nebstanderen Freiheiten auch die Erlaubniss, jährlich zwei Jahr-märkte abzuhalten, zu Pfingsten und am Lambertustage,und ausserdem an zwei Tagen jeder Woche einen freienKorn- und Wochenmarkt. Zur Belebung des inneren städ-tischen Verkehrs und Ausnutzung der durch die Märkteder Stadt verliehenen Privilegien fehlte es derselben aberan einer für die damalige Zeit noch wesentlichen Vor-bedingung, nämlich einer gefeierten Kirche. Eine solchewar um so nothwendiger, als Düsseldorf nicht aus eigenemDrange und innerer Nothwendigkeit sich entwickelte, viel-mehr als eine künstliche Schöpfung seiner Landesherrenerscheint.
Die unmittelbaren Nachfolger des Gründers der Stadterachteten es daher als ihre vornehmste Aufgabe, für einenach Aussen glänzend erscheinende Kirche ihren ganzenEinfluss einzusetzen. Gegen Ende des 14. Jahrhundertswaren ihre Bemühungen auch mit Erfolg gekrönt. Sie er-hielten nämlich von den benachbarten Kirchen, nament-lich von Köln, so viele Reliquien, dass, wie die LimburgerChronik zum Jahre 1394 meldet, von diesem Jahre an „derAblass und die Römerfahrt zu Düsseldorf anging". DerZweck der Landesherren, auf diese Weise Handel und Ver-kehr nach Möglichkeit zu beleben, war erreicht, denn schaaren-weise pilgerte man von Nah und Fern zur jungen Stadt.