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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Handel und Industrie der Stadt Düsseldorf.

Ein detaillirtes Bild über den Gesainmt-Güterverkehrwährend dieser Zeit bis zum Jahre 1851, ergibt die amSchlüsse angeführte Tabelle. Dieser rege Güteraustauschhatte im nächsten Jahrzehnt zur Folge, dass der Frei- undder Sicherheitshafen, welch' letzterer im Jahre 1839 nochvergrössert worden war, den Anforderungen des Verkehrsnicht mehr genügten. Die Stadtverwaltung kaufte daherdie sogenannte Golzheimer Insel, woselbst sie, neben dembestehenden einen zweiten Sicherheitshafen anzulegen be-absichtigte. Das zwischen beiden Häfen liegende Terrainsollte zu einer Anlage für Schiffsbauwerfte eingerichtetwerden. Leider ist das Project nicht zur Ausführunggelangt. Die geplanten Erweiterungen erschienen nament-lich wegen des ungeahnt grossartigen Aufschwungs, dendie Dampf schiff fahrt in kurzer Zeit genommen, als einunabweisbares Bedürfnis«. Bis zur Mitte der vierzigerJahre florirte zwar noch die Segelschi ff fahrt, besonders aufder Stromstrecke von den holländischen Häfen nachDüsseldorf.

Nach dieser Zeit zeigte es sich jedoch immer mehr,dass das schwerfällige, und in seinen Bewegungen zu lang-same Segelschiff dem leicht beweglichen Dampfschiffegegenüber die Concurrenz nicht mehr auszuhalten ver-möge. Der hiesige Handelsstand bemühte sich daher, dadie Bedeutung der Dampf schiff fahrt, insbesondere derDampf Schleppschiff fahrt, für den ferneren Verkehr aufdem Rhein wie für die Entwickelung der einzelnen Rhein-hafenstädte entscheidend zu werden schien, für Düsseldorfeine eigene Dampf Schleppschiff fahrt zu erhalten, was umso nöthiger war, als eine in Köln schon bestehende Gesell-schaft die Frachtsätze für Düsseldorf ganz unverhältniss-mässig hoch angesetzt hatte. Die schon mehrfach erwähnte,vorzüglich eingerichtete Dampf schiff fahrts- Gesellschaft fürden Nieder- und Mittelrhein, welche den Güterverkehrrheinaufwärts bis Mainz, (wo weiter direeter Anschlussmit Basel bestand) und rheinabwärts mit Rotterdam ver-mittelte, (von wo directe Verbindung mit der englischenGeneral-Steam-Navigation-Company gegeben war), konntedas vorhandene Bedürfniss nicht befriedigen. Es wurdedaher die heutige Dampf Schleppschiff fahrts-Gesellschaft ge-bildet, deren Erfolge für die Entwickelung des Handelsrunseres Platzes eine gleiche Bedeutung erhielten, wie die-jenigen der Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein.Die Zahl der in den Jahren 18411850 im hiesigenHafen ein- und ausgegangenen Schiffe beträgt 38 274 mit15 006 165 Centner Güter gegen 17 023 Schiffe mit 9 799 476('entner während der Zeit vom Jahre 18311841.