HUflndem die Stadt Düsseldorf durch Beginn einesneuen Jahrhunderts, des siebten seit ihremBestehen als Stadt, Veranlassung bekommt,rückwärts zu blicken, und sich zu vergegen-wärtigen, wie sie zu dem geworden, was sie jetzt ist, welcheSchicksale und Wandelungen, welche Förderungen undHemmnisse, welcher Glanz und welche Leiden, welche Be-strebungen und welche Errungenschaften ihre Geschichtebilden, ist der Düsseldorfer Geschichts-Verein in ersterLinie dazu berufen, eine solche Rückschau zu eröffnen.Dies zu thun hat er zeitig genug für eine ehrende Pflichterkannt und hat Sorge getragen, innerhalb und ausserhalbdes Vereins Kräfte zu finden, welche die erforderliche Fähig-keit und Bereitwilligkeit besässen. Es wurde beschlossen,den dritten Band der Jahrbücher des Vereins in Form einerFestschrift 1 ) zu veröffentlichen, welche den Zweck habensollte, auf Grund wissenschaftlicher Forschung in allgemeinverständlicher Fassung und, soweit es nicht unentbehrlich,mit Ausschliessung alles gelehrten Beiwerks ein Bild vonder geschichtlichen Entwicklung der Stadt bis auf die
') Der Gesohichts-Verein beabsichtigte ausserdem eine historischeAusstellung zu veranstalten; allein der Plan, dem schon z\i Anfangdes Jahres 1887 näher getreten werden sollte, scheiterte damals ander ablehnenden Haltung der Stadtverordneten-Versammlung. Diegrössere Bereitwilligkeit der Kunsthallen-Verwaltung ermöglichteunlängst das Zusammentreten eines Comites aus Bürgern der Stadtund damit bis zu einem gewissen Grade das Zustandekommen desursprünglichen Planes.