Handel und, Industrie der Stadt Düsseldorf.
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sämmtlicher Postwagen Rheinlands und Westphalens ihrübertragen wurden, in Folge dessen sie im Jahre 1851 fürdie Unterhaltung von 600 auf den verschiedenen Routenunserer westlichen Provinzen kursirenden Wagen zu sorgenhatte. Die meisten Arbeiter — annähernd 200 — beschäf-tigte die Kattundruckerei und Weberei von F. A. Deus.Ueber 100 Arbeiter fanden ihren Unterhalt in der damalsberühmten lithographischen Anstalt von Arnz & Cie., einefast gleiche Anzahl in einer Woll-Kratzenfabrik. Unterletzteren befanden sich viele Kinder, welche in der städ-tischen Freischule, unter steter Aufsicht in zwei Ab-theilungen, abwechselnd täglich 8—9 Stunden in der Weisebeschäftigt wurden, dass der eine Theil Unterricht in denElementargegenständen erhielt, während der andere Hand-arbeit verrichtete.
Die Gesammtzahl der im Jahre 1834 hier beschäftigtenFabrikarbeiter soll 1021 betragen haben. Die Anzahl derKaufleute mit kaufmännischen Rechten betrug damals145, während 420 Kaufleute ohne kaufmännische Rechtehierselbst domicilirt waren.
Zwei Jahre später — 1836 — melden die Berichteder Handelskammer zuerst von der Anlage zweier Dampf-maschinen, in dem Etablissement der Firma Deuss & Mollund in einer Kammfabrik, wozu im Jahre 1837 noch einedritte in einer Fournirschneiderei hinzukommt.
In diesem Jahre fand auch die erste Düsseldorfer Ge-werbeausstellung statt, welche in 33 Tagen von 9555 Fremdenbesucht wurde. Dieselbe wurde auf Veranlassung einesschon im Jahre 1834 zum Schutze des hiesigen Gewerbesgegründeten Vereins, welcher sich vorzugsweise mit derHeranbildung der Lehrlinge und Gehülfen des Bauhand-werks befasste, abgehalten. Durch Vermittelung diesesVereins erhielten die betreffenden Lehrlinge unentgelt-lichen Unterricht in der Mathematik, Physik und Chemie,auch stand denselben im Vereinslokale ein Lesecabinetmit entsprechenden Fachschriften zur Benutzung offen.
Das durch die erste Ausstellung erzielte günstigeResultat veranlasste im Jahre darauf einen hiesigen In-dustriellen, Schimmelbusch, eine Gewerbe- und Industrie-Ausstellung des Regierungsbezirks Düsseldorf auf seineeigene Kosten zu arrangiren, welche gleichfalls von Nahund Fern gut besucht wurde.
Der Kleinhandel hatte an dem geschilderten mehrund mehr hervortretenden Aufblühen einen nur geringenAntheil. Vom Beginne des vorigen Jahrhunderts an be-klagt er ohne Unterlass und mit Recht die seine Existenz