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Handel und Industrie der Stadt Düsseldorf.
Getreide aus dem dortigen Königlichen Magazin zur Ver-keilung an die hiesigen Armen hierhin brachte, die Vor-beifahrt an ihrer Stadt so lange verweigerten, bis der Schiffs-führer 158 Francs Stapelgebühren erlegt hatte, obgleichderselbe zum Schutze gegen jegliche Belästigung einen vonder Militärbehörde ihm übergebenen Pass vorzeigte.
Nach einer Aufstellung des schon erwähnten C. H.Mindel vom Jahre 1817 hatte Düsseldorf um diese Zeit15 587 Seelen, der Stadtbezirk — einschliesslich der Aussen-orte — 22 653. Von Letzteren gehörten 19 909 der katho-lischen Confession an, 2440 der evangelischen und 303 derisraelitischen; hierzu kam noch ein Menonit. Von Gewerbe-treibenden waren nach diesen Mittheilungen damals hieransässig:
Bäcker 54, Barbire 14, Branntweinbrenner 38, Büchsen-macher 3, Drechsler 6, Färber 5, Fechtmeister 1, Fuhr-leute 35, Fruchtmesser 6, Gelbgiesser 3, Goldarbeiter 15,Glaser 12, Holzschneider 3, Hutmacher 13, Hufschmiede 8,Instrumentenmacher 5, Karrenbinder 4, Kürschner 3,Kupferschmiede 4, Makler 5, Maurer 23, Musikanten 43,Optiker 2, Perückenmacher 17, Pliesterer 21, Posamenlirer 5, Putzmacherinnen 3, Sattler 22, Schanker 70,Schuster 163, Schneider 176, Schreiner 100, Schlosser 36,Schlächter 52, Schiffer 19, Schiffbauer 13, Silberarbeiter 4,Tapezirer 5, Tanzmeister 3, Uhrmacher 10, Vergolder 6,Weber 19, Winkelirer 44, Zimmerleute 9, Zuckerbäcker 10.Die Zahl der Gasthöfe, Weinstuben und Kaffeehäuser hatsich 1817 nicht geändert. Unter den Handlungshäusernwerden 166 als bedeutende genannt.
Sechs Zeitungen wurden nach Mindel im Jahre 1816hier herausgegeben, nämlich: Das Amtsblatt der König-lichen Regierung, die Düsseldorfer Zeitung von ProfessorKrämer, bei Herrn Bögemann gedruckt, das DüsseldorferAbendblatt, welches täglich, das Düsseldorfer Intelligenz-blatt, welches wöchentlich bei Hofkammerrath T. Stahlerschien, die Niederrheinischen Blätter bei Franz FriedrichStahl und die Monatsrosen vom Instructionsrichter vonHaupt, gedruckt bei Fäurer.
Aus dem Jahre 1816 ist noch zu erwähnen, da 8 s dieThum und Taxisschen Posten, welche damals, wie in ganzDeutschland, so auch bis 1806 im Grossherzogthum Bergund von 1814 ab in der preussischen Rheinprovinz ein-geführt waren, durch Königlich Preussische Posten ersetztwurden. In diesem Jahre trat nämlich der Fürst von Thurnund Taxis gegen eine bestimmte Entschädigung seine sämmt-lichen Postanstalten an Preussen ab. Die Uebernahme der