Handel und Industrie der Stadt Düsseldorf.
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Woche fuhr der sogenannte Kaiserliche Reichs-Postwagen, vom Reichsposthause in der Liefergasseliier, nach Köln ab, traf gegen 1 Uhr dort ein, und setztenach kurzer Rast seine Reise nach Bonn fort, wo er gegen5 Uhr Abends ankam. Der sogenannte kurpfälzisch-privilegirte Wagen stellte die Verbindung mitAachen her und fuhr dreimal in der Woche von hier nachdort ab und wiederum hierhin zurück. Vom Jahre 1787ab war es möglich, diese Tour in einem Tage zu machen.In Aachen hatte die Verbindung Anschluss nach Lüttich,Maestricht und Brüssel. Der Weseler Wagen ging zweimalin der Woche von hier über Wesel nach Arnheim und Amster-dam, wo er am zweiten bezw. dritten Tage ankam.
Das Postbureau für diese Touren wurde im Jahre 1790von der Zollstrasse zur heutigen Poststrasse verlegt.
Im Jahre 1784 theilt das hiesige K u r - K ö 11 n hoch-fürstlich Münster'sche Postamt mit, das»zweimal in der Woche ein Wagen von hier über Münsternach Hannover, Braunschwoig, Hamburg und Bremen ab-gehe, das Kurfäl zische Münster' sehe machtaufmerksam auf eine neue Verbindung über Dormagennach Köln.
Vom Jahre 1806 ab ist das Postwesen durchaus ge-regelt. Neben den fahrenden Posten, welche von diesemJahre ab von dem Posthalter Le Jeune von der Flinger-strasse — Kaiserliche Reichspost — von dem PostmeisterMauronbrecher in der Carlstadt und von der PosthalterinRettig von der Citadell abgingen, und den Personen- undGüterverkehr mit dem gesammten bergischen Lande so-wohl wie weit über dessen Grenzen hinaus vermittelten,haben wir von jetzt ab auch reitende Posten, welche tag-täglich nach aller Herren Länder abgehen. Ausserdemerwähnen die Jülich-Bergischen Wochenblätter von 1789an auch Postkarren, namentlich zur Unterhaltung desVerkehrs zwischen Düsseldorf und dem Jülicher Lande.
Endlich haben wir um jene Zeit Postboten, welcheden Packet- und Briefverkehr Düsseldorfs mit solchenOrten insbesondere vermittelten, welche von den reitendenund fahrenden Posten nicht berührt wurden.
Innerhalb der Stadt wurde das heutige Droschken-fuhrwesen durch die Zunft der sogenannten Porte Chaisen-Traeger ersetzt; dieselben erhielten für das Tragen einerPerson, von welcher sie für eine ganze Woche gedungenwaren, 7 Reichsthaler; für ihre Dienstleistungen für einenganzen Tag — 12 Stunden — 1 Reichst haler 35 St überund für jeden einzelnen Gang in der Stadt 35 Stüber.