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Handel und Industrie der Stadt Düsseldorf.
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wählend der Zeit dieser Verhandlungen mit möglichsterAliide und Schonung gegen die Düsseldorfer Schiffer vor-gegangen wären. Anstatt dessen überschritten dieselbenaber die von ihnen selbst bisher noch beobachtete Grenze,indem sie ein in Mülheim vor Anker liegendes Schiff, welchesregelmässige Fahrten zwischen diesem Platze und Düsseldorfunternahm, eines Tages nach Köln abzuführen suchten,um dort die Stapelgebühren zu erzwingen. Solche Früchtehatte der Kölner Stapel bis jetzt noch nicht gezeitigt; nachdiesem Präcedenzfall durften alle erdenklichen Ausschrei-tungen erwartet werden. Daher begab sich der baierischeHofkammerrath Bertoldi nunmehr persönlich zu demauf dem linken Rheinufer commandirenden General PinJacobe und bat ihn, den Kölnern zu weiteren Executionen rwie sie solche in Mülheim vorgenommen, wenigstens keinMilitär zur Verfügung zu stellen. Allein auch diese Vor-stellung hatte wenig Erfolg, dagegen schreckten die Stapel-belästigungen die hiesigen Schiffer so sehr ab, dass schliess-lich Niemand mehr den Muth hatte, an der Stadt Kölnvorbeizufahren und ein oberrheinischer Schiffer gedungenwerden musste, um unter dem Schutze von bergischenDragonern die Vorbeifahrt an der Stadt Köln zu wagen.Die Fahrt gelang auch bis Deutz, dort aber ange-kommen, wurden die Bedeckungsmannschaften verjagt unddas betreffende Schiff auf das französische Ufer herüber-geholt.
Diese, für den Schiffer wie Kaufmann des rechtenRheinufers so trostlosen Verhältnisse schildert der damaligeherzogliche Geheimrath Jacobi mit den Worten: „Fürden diesseitigen Uferbewohner ist kein Handel mehr aufdem Rhein und nichts ist dem Deutschen von sei-nem vaterländischen Strome übrig, als die Ueber-schwem mungen.''
Nach der ersten Occupation des Herzogthums Bergdurch die Franzosen im Jahre 1795 wird Düsseldorf zu-erst als wichtiger Speditionsplatz in den Annalen der Schiff-fahrtsgeschichte aufgeführt. Es hatte die verhält niss-mässig sehr schnelle und glückliche Entwickehmg diesesIndustriezweiges ihren Grund in dem eigenmächtigen Auf-treten der französischen Douaniers, die zwar unter derDevise der Freiheit und Gleichheit die diesseitigen Uferbesetzten, hinsichtlich der Zollerhebung sich jedoch eineWillkür gestatteten, welche die grösste Erbitterung in denKreisen der Kaufleute wie Schifffahrttreibenden hervorrief.Von Köln aus beherrschten die Douaniers den ganzen Niedei -rhein, daher der Kölner Hafen nun dieserhalb sowohl, als