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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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452 Geschichte der militärischen Verhältnisse der Stadt Düsseldorf.

jetzigen Post standen im Anfang dieses Jahrhunderts hölzerneStallungen. 1813 waren dieselben mit polnischen Lanciersbelegt. Diese erhielten nach der Schlacht bei Leipzig Befehl,nach Frankreich zu marschiren. Um dem zu entgehen,zündeten sie die Stallungen an, wobei etwa 8286 Pferdeverbrannten. Die ganze Equipage des Führers ging hierbeizu Grunde. Beim Bau des Hintergebäudes der Post stiessman im Anfang der fünfziger Jahre auf eine Menge Knochen;es stellte sich heraus, dass nach dem damaligen Brande diePferde dort vergraben worden waren.

Aus dem Jahre 1810 wird uns von einem grossen Feuerberichtet, welches am 16. December auf dem Exercierplatzangezündet wurde, um die englischen Waaren zu verbrennen,deren Verkauf in Folge der Continentalsperre untersagtwar. Die Waaren wurden an diesem Tage aus dem altenSchloss, in welches sie geschafft worden waren, unter Be-gleitung eines Piquets der Gendarmerie und unter Trommel-schlag durch die Stadt zum Marsfelde, so hiess damals derExercierplatz, gefahren. Die Verbrennung geschah Mittagszwischen 12 und 2 Uhr in Gegenwart einer Menge Volkesunter Aufsicht des Bataillons-Chefs Hemskirch. Zugegenwaren: Der Präfect Graf von Borcke, Stadt-CommandantBonnet, die Präfectur-Räthe und Departements-Chefs, derMaire Freiherr von Pfeill, der General-Zolladministratorund viele Zollbeamten. In Mindels Wegweiser durch Düssel-dorf vom Jahre 1817 finden wir, dass sich das Militär-Be-kleidungs-Depot (später Montirungs-Depot, jetzt Bekleidungs-Amt genannt) schon in der Kreuzbrüderkirche und in demzugehörigen Kloster, welches zur Zeit abgebrochen wird,um einem Neubau zu weichen, befindet, ein Theil desMilitär-Bekleidungs-Depots befand sich noch im Akademie-gebäude des alten Schlosses. Für den Gebrauch der Garnisonwaren ferner bestimmt: Die neue Caserne (im Gegensatzzur Reutercaserne), das Militär-Lazareth, das Commiss-Back-haus in der Citadellstrasse und die Hauptwache. Diesebefand sich bis zum Anfang der fünfziger Jahre auf demBurgplatz in einem freistehenden Gebäude, welches zumalten Schlosse gehörte. Wegen Baufälligkeit und da mandie Reparaturkosten von 1500 Thalern nicht aufwendenwollte, musste das Gebäude geräumt werden. Es schwebtenUnterhandlungen wegen Verlegung der Hauptwache indas alte Schloss oder in das Marstall-Gebäude, welchesneben dem Regierungsgebäude in der Mühlenstrasse lag.Schliesslich erhielt die Wache ihren jetzigen Platz. Mindelzählt auch den Düsseldorfer Militär-Etat des Jahres 1817auf; derselbe setzte sich zusammen aus 1. Landwehr-In-epection vom Regierungsbezirk Düsseldorf, Commandeur