Geschichte der militärischen Verhältnisse der Stadt Düsseldorf. 453
General-Major von Rödlich. 2. Stamm des RheinischenGrenadier-Landwehr-Bataillons, Commandeur Major vonBork. 3. Dritte Abtheilung der 7. Artillerie-Brigade miteiner reitenden und vier Fuss-Compagnien, CommandeurMajor von Gieseler. 4. Rheinische Provinzial-Invaliden-Compagnie, Commandeur Oberst-Lieutenant von Rols-hausen. 5. Stamm-Mannschaft des 2. Bataillons vom 1. Düssel-dorfer Landwehr-Regiment, Commandeur Major von Rom-berg. 6. Garnison-Geistlichkeit. Hierunter sind folgendePersonen aufgeführt: Hartmann, Consistorialrath undlutherischer Garnison-Prediger, Frau Gemmer, Küsterin,Custodis, katholischer Garnison-Prediger, Neubauer, Küsterund Unteroffizier in der Invaliden-Compagnie. UnterNr. 7 sind Casemen- und Lazareth-Verwaltung aufgeführt.Die Gensdarmerie bestand aus dem Hauptmann und Brigade-Chef von Forell, einem Obersergeanten, einem Unteroffizerund einem Gefreiten, ausserdem aus 5 Cavalleristen und3 Infanteristen. — Die Truppen der Garnison hatten infrüheren Jahren ihre Schiessstände im Hofgarten hinterdem Napoleonsberg. Als im Jahre 1847 die 7. Jäger-Ab-theilung von Wetzlar nach Düsseldorf verlegt wurde, leistetedie Stadt Zuschüsse zur Errichtung von Schiessbahnenim Bilkerbusch, welcher sich zwischen Oberbilk und Klein-Eller befand. Diese Schiessstände wurden bis zum Jahre1876 benutzt, mussten jedoch eingehen, da die Cultur sichnach jener Gegend hin immer mehr erstreckt hatte und da•Bie die Eisenbahn, welche in nicht zu weiter Entfernunghinter denselben vorbeiführte, gefährdeten. Die jetzigenSchiessstände, 12 an der Zahl, liegen bekanntlich im Aaper-walde und werden seit dem Jahre 1876 von den Truppentheilender Garnison benutzt. *