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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Geschichte der militärischen VerJiältnisse der Stadt Düsseldorf. 451

Anwendung gebracht werden sollen. Unterzeichnet istdie Instruction durch den Minister des Innern, Graf vonNesselrode.

Wie schon erwähnt, befand sich das Militär-Lazarethin den Gebäulichkeiten zu beiden Seiten der Garnison-kirche. Diese Kirche wurde 1772 der Garnison übergeben,sie führte den Namen St. Anna-Kirche. Die Pfarrer hattenein eigenes Pfarrsiegel und hatten amtliche Anerkennungbei allen geistlichen und weltlichen Behörden. Sie bezogenihr Gehalt von 400 Thalern, sowie die Cultuskosten aus derMilitärkasse, zudem hatten dieselben, wie auch der Küster,freie Wohnung in der Caserne. In der Kirche befindet sichein Hochaltar von Marmor mit Stuck, er stammt aus derKlosterkirche der Cölestinerinnen her, die 1795 bei demBombardement zerstört wurde. Das Altarbild, die TaufeJesu darstellend, ist im Jahre 1847 durch den Maler Itten-bach zum Preise von 800 Thalern gemalt worden. Die Kostenhat zu zwei Drittel der Kunstverein für Rheinland undWestphalen getragen, das letzte Drittel ist durch Samm-lung unter beiden Confessionen beschafft worden.

Die beiden Nebenaltäre stammen aus der Kapuziner-kirche; einer ist der heiligen Anna, der andere dem heiligenJohannes von Nepomuck geweiht. Auf diesem Altar be-findet sich auch noch die Statue des heiligen Johannes,des Schutzpatrons der Krieger, insbesondere des der In-fanterie. Durch Allerhöchste Cabinetsordre vom 30. Sep-tember 1824 wurde bestimmt, dass die Kirche als evan-gelische Garnisonkirche zu betrachten sei, wobei sie jedochauch fernerhin den Namen heilige Anna-Kirche beibehaltensollte. Die Kirche ist dem Kriegsministorium überwiesen,welches für die Unterhaltung sorgen und die Ausübungdes katholischen Gottesdienstes in derselben gestatten soll.Die Garnisonkirche wurde 1815 zur Unterbringung fran-zösischer Gefangener benutzt, demnächst bis 1816 alsMagazin. Im Jahre 1818 wurde die Infanterie-Casernedurch Zwischenflügel erweitert; hierzu wurden die 2 500 000Ziegelsteine, welche eigentlich zum Bau des Nordcanalsbei Neuss bestimmt waren, verwendet. Im nächsten Jahrewurde die Artilleriecaserne, von welcher bis dahin bekannt-lich nur der westliche Theil mit kurzen nach Norden undSüden angesetzten Flügeln bestand, im Viereck bis zumExercierplatz ausgebaut, auch wurde eine Lieferung von11 200 000 Steinen zum Bau der Caserne in der Neustadtausgeschrieben. Dieser Bau wurde im Jahre 1822 vollendet.Der Stall auf der westlichen Seite der Casernenstrasse wurde1834 gebaut. Zwischen der Infanterie-Caserne und det

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