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Geschichte, der militärischen Verhältnisse der Stadt Düsseldorf. 42ft
sind in Carlsplatz und Bergerstrasse erhalten), der Rheinund der Eingang zum Hafen wurden durch die Mathias-Batterie am Rhein-Oertchen bestrichen. Zum grösserenSchutze der Festung und zur sicheren Aufnahme der vomChurfürsten etablirtcn fliegenden Brücke baute derselbeauf dem linken Rheinufer im Gebiete des Erzstiftes Com,ohne Rücksicht auf das fremde Gebiet, eine Art von Festungs-werk, das Fort Düsselburg. Dasselbe war mangelhaft ge-baut, die Wälle waren statt mit Mauerwerk nur mit Faschinenbekleidet, innerhalb befanden sich zwei kleine Kasernenund ein Wachthaus, deren mit der Zeit überdeckten Funda-mente im Jahre 1854 bei Anlage des linksrheinischen Bahn-hofes zu Tage traten. Der Hauptübelstand des Baues warder, dass das Hochwasser oft in das Fort trat, ja es sollsogar bis drei Fuss im Erdgeschoss der Kaserne ge-standen haben.
Als am 3. Februar 1716 der zugefrorene Rhein auf-brach, wurde das Fort so stark beschädigt, dass es dem-nächst abgetragen wurde. Johann Wilhelm soll 1702 denBau der jetzigen Infanterie-Kaserne begonnen haben, die-selbe wurde erst unter seinem Nachfolger Carl Philipp voll-endet. Leider sind die Verhandlungen der Militär-Verwaltungund der Gendarmerie von 1700 bis .1820, welche auf dieOrganisation und die persönlichen Verhältnisse des Gross-herzoglich Bergischen Militärs Bezug hatten, sowie dieGeneral-Registerbücher des respectiven Kriegsministeriumsunterm 26. September 1854 vom hiesigen KöniglichenStaatsarchiv an das Kriegsministerium zu Berlin ein-gereicht worden. Allem Anscheine nach ist die Kaserneerst 1738 vollendet worden, da sie in diesem Jahre demInspector Wuesthoff mit einem Gehalt von 129 Thaler über-geben wird. Sie hatte dieselbe Ausdehnung wie jetzt, je-doch fehlten die beiden Zwischcnflügel, welche den innernRaum in drei Theile theilen. Die Kaserne hatte nur Erd-geschoss und 1 Stockwerk, an den vier Ecken befandensich zweistöckige Gebäude, ebenfalls war das Gebäudeüber dem jetzigen Mittelportal zweistöckig. Diesem gegen-über befand sich eine Kapelle, deren Altar nach demExercierplatz aus der Front der Caserne heraustrat, wiedeutlich auf alten Plänen der Festung Düsseldorf zu ersehenist. Als Johann Wilhelm 1716 starb, folgte ihm sein BruderKarl Philipp, welcher seine Residenz nach Neuburg, dannnach Heidelberg, Schwetzingen und zuletzt nach Mann-heim verlegte. Er Hess sich in Düsseldorf durch den Marquisd'Ittre vertreten. Beim Leichenbegängniss Johann Wil-helm's werden folgende Regimenter erwähnt: Am 3. Augustgegen Abend wurde die Leiche in der Jesuitenkirche bei-