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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Theater und Mimik.

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den Düsseldorfer Aufführungen durch ihre persönlicheLeitung einen besonderen Glanz verliehen. Es sind diesder Reihe nach Burgmüller, Spohr und Ries, Mendels-sohn, Rietz, Schumann, Hiller und Tausch. Einige bio-graphische Bemerkungen über diese Männer, soweit sieDüsseldorf im Besonderen interessiren, mögen den Schlussdieser Skizze bilden.

Aug. Friedr. Burgmüller (geb. 1760 zu Magdeburg,| 21. Aug. 1824 zu Düsseldorf) siedelte schon im Jahre1806 als städtischer Musikdirector über; zu gleicher Zeitwar er als Gesanglehrer am Königlichen Gymnasium an-gestellt. Er war ein äusserst t hatkräf tiger Mann und vor-trefflicher Dirigent, wegen seines ausgezeichneten Humorsausserordentlich beliebt. Einige recht interessante Anek-doten hat uns Wolfgang Müller von Königswinter im1. Bande seinerErzählungen eines Rheinischen Chronisten"nach mündlichen Traditionen überliefert. Er war einer derthätigsten Gründer der Niederrheinischen Musikfeste ge-wesen. Ein hochbegabter Musiker war sein leider so frühverstorbener Sohn Norbert, dem in dem eben erwähntenBuche ein schönes Denkmal von Freundeshand gesetztworden ist. Norbert hinterliess eine grosse Anzahl tiefempfundener Compositionen; namentlich sind seine Liederwegen ihrer zarten Innigkeit einer grösserren Verbreitungwerth. Er selbst hatte in seiner kindlichen Bescheidenheitnicht daran gedacht, die ihm im Uebermass zuströmendenmusikalischen Gedanken der Ocffentlichkeit zu übergeben;erst der Verlagshandlung von Fr. Kistner gebührt das Ver-dienst, seit 1872 umfangreichere Veröffentlichungen ausseinem reichen Nachlasse veranstaltet zu haben.

Nach einigen Unterbrechungen wurde im Jahre 1833,wie schon früher erwähnt, Felix Mendelssohn-Bartholdials städtischer Musikdirector für einige Jahre (18331835)an Düsseldorf gefesselt. Die Düsseldorfer Musikfeste hater nach seinem Fortgange noch bis zum Jahre 1842 ganzoder theilweise geleitet. Ihm folgte Julius Rietz, welcherschon einige Jahre die Direction der Oper an dem TheaterImmermanns in den Händen gehabt, hatte. Er übernahm1836 in dem jugendlichen Alter von 25 Jahren die städtischeMusikdirectorstelle. Immermann schätzte den jungen Künstlersehr hoch, der sich durch Armuth und schwere Hindernissesiegreich durchkämpfend schnell eine geachtete Stellungerworben hatte. Viele seiner besten Compositionen sindhier im geistig belebenden Verkehr entstanden. Die Leitungder städtischen Concerte, sowie der NiederrheinischenMusikfeste war gerade geeignet, sein eminentes Directions-

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