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Theater und Musik.
talent völlig zu entwickeln. Leider gelang es nicht, dentüchtigen Mann dauernd an Düsseldorf zu fesseln, da erschon im Jahre 1847 einem ehrenvollen Rufe als Kapell-meister am Stadttheater zu Leipzig und zugleich als Leiterder dortigen Singakademie Folge leistete.
Ihm folgte im Jahre 1850 Robert Schumann (1810—1856)als städtischer Musikdirector. Anfangs fühlte sich diesergrosse Meister in seiner neuen Stellung recht behaglich;aber nur zu bald kam es zu Misshelligkeiten, in Folge dessender Verwaltungsrath des Düsseldorfer Musikvereins ihnplötzlich seiner Function als städtischen Musikdirectorenthob. Sein unglückliches Ende, welches von unheilbarerKrankheit herbeigeführt wurde, ist allbekannt; nach seinemTode liess sich seine Wittwe Clara Schumann für einigeZeit in Düsseldorf nieder. An seine Stelle trat Julius Tausch,welcher im Jahre 1827 in Dessau geboren, schon seit 1846in Düsseldorf als Pianist und Leiter der Künstler-Lieder-tafel einen geachteten Namen sich erworben hatte. In denJahren 1853—1855 übernahm er die Vertretung R. Schu-manns, zu dessen Nachfolger er 1855 endgültig ernanntwurde. Seine zahlreichen Compositionen, bestehend ausKirchenmusiken, Ouvertüren und anderen Orchester-compositionen, sowie aus gemischten Chören, Männer-chören, Liedern und Ciavierstücken sind bei weitem nochnicht alle im Druck erschienen. Gar manchen schönen undgediegenen Kunstgenuss verdankt ihm das DüsseldorferPublikum, sowohl als Leiter (seit 1853) der Abonnements-concerte, als auch Mitdirigent der in Düsseldorf gefeiertenNiederrheinischen Musikfeste.