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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Theater und Musik.

Zur Ergänzung des Inventars werden ihm Forderungenbis zur Höhe der Pacht jährlich vergütet, aber 30% unterdem Selbstkostenpreis. Zur Sicherheit hat der Directoreine Caution von 12 000 Mark zu hinterlegen.

Der geschäftskundigen Hand und dem eifrigen Strebendes Karl Simons, welcher keine Mühe und Opfer scheut,wenn es gilt, dem Publikum durch das Auftreten der erstenCapazitäten oder durch Inscenirung der besten Novitäteneinen erhöhten Kunstgenuss zu verschaffen, verdankt dasDüsseldorfer Theater seine endlich nach langen Kämpfenund Wirren gegründete Lebensfähigkeit.

Es bleibt uns jetzt noch übrig, auf die musikalischenVerhältnisse Düsseldorfs im Laufe dieses Jahrhundert*einen Blick zu werfen; dass gerade in Düsseldorf sowohlvon Seiten der Stadt als auch durch Privatvereine für dieMusik mehr als in irgend einer anderen Stadt von gleicherAusdehnung geschehen ist, steht als Thatsache fest. DieEinrichtung der gediegenen wöchentlichen Concerte derstädtischen Capelle in der Tonhalle für einen Preis, der siejedem Bürger zugänglich macht, hat nicht wenig zumRuhme Düsseldorfs als eine Stadt der Kunst und der Musenbeigetragen.

Das Grösste, was am Rhein zur Verbreitung undPopularisirung der Musik geschehen ist, sind bekanntlichdie Niederrheinischen Musikfeste, welche zwar von demMusikdirector Schornstein aus Elberfeld im Novemberdes Jahres 1817 zuerst angeregt wurden, aber doch anDüsseldorf den nachhaltigsten Rückhalt gehabt haben,da bekanntlich Elberfeld seit dem Jahre 1827 aus der Reiheder Städte ausgeschieden ist, welche jährlich zur Zeit desschönen Pfingstfestes abwechselnd das Musikfest in ihrenMauern feiern, sodass nur Düsseldorf, Köln und Aachen,welches 1825 dem Bunde beitrat, übrig geblieben sind.

Die geschichtliche Entwickelung dieser Feste ist schonmehrfach behandelt worden; wir möchten den Kunst-freund, welcher Genaueres über den Verlauf derselben zuerfahren wünscht, auf folgende beiden Schriften verweisen:1) Dr. jur. Becher: Aest netische und historische Abhand-lung über die Niederrheinischen Musikfeste, 1836. 2) Blätterder Erinnerung an die fünfzigjährige Dauer der Nieder-rheinischen Musikfeste, Köln 1868 (von Hauchecorne, einemder Gründer dieser Feste verfasst); in der letzteren Schrift,gibt der Autor eine vollzählige Liste der bis dahin aufgeführ-ten Programme, sowie die Namen der mitwirkenden Solistenund Dirigenten. Die hervorragendsten Kräfte haben gerade