TMater und Musik.
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ventar, bestehend in der Theaterbibliothek, Garderobeund anderen Requisiten, ging für die Summe von 20,000 Markin den Besitz der Stadt über. Der Director Ubrich in Aachenlehnte die ihm angebotene Direction ab, da er ohne grosseVerluste nicht durchzukommen fürchtete. In dieser Nothnahm man die Bewerbung Karl Erdmanns an, welcher sichals erster Tenor unter Kullack einer grossen Beliebtheitbei dem Publikum erfreut hatte; die Befürchtung, dass ersich nicht lange behaupten werde, verwirklichte sich schonam Ende der ersten Saison, trotzdem ihm am 5. Dezember1876 die Theatermiethe auf unbestimmte Zeit erlassenworden war.
Ihm folgte Albert Schirmer (1877—1880), welcherzwar den gesteigerten Ansprüchen des Publikums gerechtwurde und das gänzlich geschwundene Vertrauen des besserenPublikums wiederzugewinnen verstand, aber doch so grossepecuniäre Verluste erlitt, dass er am 10. Nov. 1880 umAufhebung des Contractes bat. Das Theater-Comit6 sprachsich in seiner Sitzung vom 12. Nov. d. J. dahin aus, dasseine Aufhebung des Vertrages mit Schirmer nicht wünschens-werth sei, da nicht gehofft werden könne, dass für dieTheaterverhältnisse dadurch irgend eine Besserung ein-treten werde, da für jeden kommenden Theaterdirectordie nämlichen Schwierigkeiten sich darbieten würden, wiefür Herrn Schirmer. Eine wesentliche Unterstützung vonSeiten der Stadt, welche vom Comite vorgeschlagen wurde,ging jedoch in der Stadtverordneten-Versammlung nichtdurch; das Entlassungsgesuch wurde angenommen.
Am 18. Jan. 1881 bewarb sich nun Karl Simons, eingeborener Kölner, um die Direction. Er war lange Zeitals Sänger und Regisseur an den ersten Theatern Deutsch-lands, wie z. B. München, Köln, Breslau und Hamburgthätig gewesen und hatte schon die Leitung des Flora-Theaters in Köln und zuletzt das Grand Theatre in Gentmit Erfolg in den Händen gehabt. Sein Anerbieten wurdeangenommen, und damit endlich das Unternehmen aufeine sichere, geschäftsmässige Grundlage gestellt. Diewichtigsten Bestimmungen des mit ihm abgeschlossenenVertrages sind folgende: die Pacht beträgt jährlich 8000 Mark;jedoch wird dem Director das Gas (75 000 Kubikmeter)und das Wasser von der Stadt frei geliefert. Finden imTheater von der Stadt veranstaltete öffentliche Feste statt,so erhält der Director für jeden Abend 2000 Mark Ver-gütung. Büffet und Restauration gehören dem Pächter.Für das städtische Orchester hat derselbe monatlich 3000Mark zu zahlen; den Dirigenten hat er selbst zu stellen.