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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Theater und Musik.

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konnte. Der bessere Theil der Gesellschaft hielt sich über-haupt von dem Theater fern. Noch im Dezember des-selben Jahres folgte eine Petition an den Ober-Bürger-meister, welche die Namen der angesehensten Bürger EmUnterschrift hatte. Die Folge war, dass am 21. Februar1865 die Stadtverordneten-Versammlung 120 000 Thalerfür einen Neubau bewilligte, welche durch eine Anleihegedeckt werden sollten. Der Entwurf des Prof. Giese er-hielt schliesslich nach einigen Aenderungen den Vorzug.Aber die Verhandlungen kamen, nachdem noch am 26. No-vember 1867 die Mehrkosten von 18 000 Thalern für dieAusführung des Giese'schen Planes bewilligt worden waren,wieder ins Stocken. Erst am 15. Juli 1873 wurde die Aus-führung dieses wieder und wieder umgeänderten Planes,welche jetzt auf 270 000 Thaler berechnet wurde, end-gültig beschlossen und schon im September in Angriffgenommen.

Am 1. Nov. 1875 war der Bau so weit vollendet, dassdie Vorstellungen darin begonnen werden konnten. Wirlassen hier einen interessanten Bericht folgen, welcher zurEröffnungsfeier in einer Lokalzeitung erschien:Die Grün-dungsarbeiten begannen im September 1873 und zwarunter sehr erheblichen Schwierigkeiten, da sowohl derBaugrund selbst, als auch das reichlich vorhandene Wasserder Bewältigung arge Hindernisse entgegenstellten; beson-ders in ersterer Beziehung ergab sich der Uebelstand, dassder auszuhebende Grund ausschliesslich aus ausgefülltemBoden und ausgeschütteten Festungsgräben bestand unddeshalb sogar Sprengarbeiten vorgenommen werden mussten,um einen bauwürdigen Grund für die 144 Grundpfeiler zugewinnen, auf denen das ganze Gebäude fundirt ist. DieSohle der meisten dieser Pfeiler befindet sich bis zu achtMeter unter der Krone der Alleestrasse, weil man erst insolcher Tiefe auf gewachsenen Boden stiess, ja einzelneGebäudetheile sind sogar direkt auf altes Festungsmauer-werk gesetzt, in welchem man Wölbungen und Wendel-treppen (von einem früheren Treppenthurm herrührend)vorfand. Die Grundpfeiler sind durch starke Wölbungenmit einander verbunden. Trotz aller dieser Schwierigkeitenkonnte doch im April 1874 mit dem Oberbau begonnenwerden und schon gegen Mitte September 1875 war dieAufstellung sämmtlicher Dächer beendet." ,,Der Zu-schauerraum ist für 1500 Personen berechnet. Das Orchesterfasst bequem 50 Musiker. Es hat eine vorzügliche Resonanz,wie denn überhaupt die Akustik im ganzen Hause eine vor-treffliche genannt werden kann. Zu beiden Seiten desOrchesters sind die sog. Stimmzimmer angebracht, welche