Theater und Musik.
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die Einheimischen, namentlich spricht der Dichter Zedlitzseine höchste Bewunderung über eine Aufführung des Egmontaus, die ihm eine ganz unerwartete Vollendung gezeigthatte.
Um die Truppe während der Sommermonate beschäf-tigen und das entstandene Deficit ausgleichen zu können,hatte Immermann gleich am Anfange des Jahres 1835 umdie Erlaubniss nachgesucht, in Bonn Vorstellungen gebenzu dürfen; dort hoffte er von dem gebildeten und leichterregbaren Publikum auf ein reges Interesse und zahlreichenBesuch. Diese Erlaubniss wurde aber nicht gegeben, undso wurde denn beschlossen, bis zur Wiedereröffnung derBühne die Truppe in Crefeld und Elberfeld zu beschäftigen.Aber namentlich an dem letzteren Orte, wo in Ermangelungeines besseren Raumes die Vorstellungen in einer Reitbahn,welche die Kunst des Düsseldorfer Maschinisten und diemitgebrachten Decorationen nothdürftig in einen anstän-digen Saal verwandeln mussten, wurden die Kosten nichtgedeckt, trotz unsäglicher Anstrengung von Seiten Immer-manns, der drei Monate lang ein wahres Campagnelebenzwischen Düsseldorf und Elberfeld führte.
Im nächsten Winter hatte Immermann zu den schwerenaufreibenden Geschäften der Intendanz auch noch seinAmt als Landgerichtsrath zu verwalten, da ihm sein Ge-such um Verlängerung seines Urlaubes abgeschlagen wordenwar. Diese zweite Saison zeigte noch deutlicher, wie schwieriges sein würde, das Unternehmen finanziell auf eigene Füssezu stellen. In einer Versammlung der Actionäre vom13. Februar 1836 verzichten diese unbedingt auf die Zinsenund willigen darein, dass das letzte Drittel des Actien-capitals zur Fortführung des Unternehmens verwendetwerde. Aber auch dieses Opfer genügte nicht; am 11. Märzwurde ein Circular an die Freunde und Gönner des Theatersgesandt, um freiwillige Beiträge einzusammeln; diese steuer-ten denn auch 2479 Thaler bei; ausserdem wurde von einigenFreunden gegen Uebertragung des Inventars die Summevon 1500 Thalern vorgeschossen: nur so war es möglich,diese Saison zu Ende zu führen.
Immermann war nur durch die Bitten und Ermunte-rungen seiner Freunde zu bewegen, die Intendanz nochein Jahr weiter zu führen, obschon die Unhaltbarkeit desUnternehmens erwiesen war, da ein wirkliches Kunstinstitutnicht von den Almosen einiger reichen Gönner bestehenkann, wodurch seine Existenz beständig dem Zufalle preis-gegeben sein würde. Den Sommer über wurden wiederVorstellungen in Crefeld und Elberfeld gegeben; doch reichten