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Theater und Musik.
für die neue Bühne aus, welche auf seinen besonderen Wunschdauernd engagiert werden sollten. Mitte October war dieGesellschaft beisammen; es fanden sich mehrere hübsche,frische Talente darunter, kein einziges grosses Genie, zudessen Engagement die Mittel fehlten, aber auch kein ein-ziger Unfähiger.
Kaum war die Bühne eröffnet, als sie auch schon voneinem harten Schlage getroffen wurde, indem Mendels-sohn vierzehn Tage später erklärte, dass er sich von denGeschäften der Intendanz befreit zu sehen wünsche, weilseine Gesundheit und seine übrigen Arbeiten darunterlitten. Er hatte nie ein grosses Interesse für die Oper empfun-den und war nur durch Immermanns Einfluss zu der Ueber-nahme der ihm so lästigen und zeitraubenden Arbeit be-wogen worden. An seine Stelle trat der jugendliche Musik-director Julius Rietz, welcher zum Glück mit grossem Talentund regem Eifer für die eigentlich musikalischen Leistungeneintrat. Den innern Grund des raschen Bruches bezeichnetEmil Devrient in seiner Geschichte des Theaters in kurzen,treffenden Worten: „Immermanns herbe und eisenstirnigeNatur und Mendelssohns verwöhnte Reizbarkeit stiessenzusammen. Immermann war gewohnt, allen Widerstandzu besiegen, Mendelssohn keinen zu ertragen." —
Schon am Ende dieser ersten Saison zeigte es sich,dass sich das neue Unternehmen ohne schwere Opfer nichtwürde weiter führen lassen, da die Bilanz am Ende der-selben ein starkes Deficit aufzeigte. Bei der grossen Menge,die schliesslich doch nur Zerstreuung sucht, hatte sich dasInteresse für das Unternehmen bald bedeutend vermindert,so dass nicht nur ein Ueberschuss von tausend Thalern,welcher bis Ende Januars gemacht worden war, am Schlüssedes Theaters am 4. Juli 1835 wieder aufgebraucht war,sondern es musste sogar ein neuer Griff in den Actienfondsgemacht werden, der durch das Inventar und die übrigenVorausgaben schon wesentlich geschmälert war.
War so das pekuniäre Resultat ein ziemlich drückendesgewesen, so hatte es doch von den verschiedensten Seitennicht an Anerkennung und Aufmunterung gefehlt. Grabbe,welcher auf Immermanns Einladung Anfangs December1834 von Frankfurt nach Düsseldorf übergesiedelt war,gehörte zu den Ersten, welche die Bedeutung und die Eigen-thümlichkeiten der werdenden Bühne begriffen. SeineKritiken, welche ursprünglich in einem Lokalblatte er-schienen, hat er später zu einem eigenen Aufsatze überdie Düsseldorfer Bühne ausgearbeitet und erweitert. FremdeGäste spendeten derselben auch mehr Anerkennung als