Theater und Musik.
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das Schöne ahne eine entschiedene Gesinnung Anderer fürdasselbe sich nie verwirklichen; ohne eine solche muss nament-lich das höhere Dramatische der gemeinen Gesinnung gegen-über, die im Theater keine Erhebung des Geistes, sondernnur leeren Zeitvertreib oder einen Tummelplatz für ihreniedrigen Leidenschaften sucht, noch schutzloser dastehen,als es ohnehin leider schon der Fall ist." Mendelssohn er-klärte, die nächste Oper, zu der schon alle Billets verkauftwaren, nicht leiten zu können, wenn ihm nicht vorher dieGarantie geleistet werde, dass ähnliche Störungen nichtwieder vorkommen würden; die Orchestermitglieder ihrer-seits erklärten, nicht ohne Mendelssohn spielen zu wollen.Es herrschte die äusserste Verwirrung, und die zweite Auf-führung der Oper musste vorläufig unterbleiben. Die Zeitungenboten Alles auf, den Schaden wieder gut zu machen,und der Verein zur Beförderung der Tonkunst erliess einManifest, in dem um die Wiederholung der Oper dringendgebeten wurde. Das Theater-Comite zeigte an, dass es sichsofort auflösen werde, sobald bei der nächsten Aufführungdie geringste Störung eintreten werde, und so kam dennschliesslich die Wiederholung zu Stande, die diesmal aufdas glänzendste verlief. Mendelssohn wurde bei seinemErscheinen applaudirt und auf Verlangen des Publicum»mit einem dreimal wiederholten Tusch empfangen.
Ausser dem Don Juan kamen in diesem Winter nochEgmont, Nathan, Wasserträger, Braut von Messina undAndreas Hofer von Immermann zur Aufführung.
Als das Ende der Saison heranrückte, arbeitete Immei-tnann auf das Lebhafteste an der Bildung eines grösserenTheater-Vereins; am 3. April 1834 war das Programm schonvöllig ausgearbeitet: das Theater in Düsseldorf sollte auf-hören, eine Privatunternehmung zu sein. Die Stadt alsEigenthümerin des Schauspielhauses sollte dasselbe alsstädtische Anstalt neu gründen und weiter führen. Mendels-sohn und Immermann erklärten sich zur Uebernahme derartistischen Leitung bereit. Es wurden von Personen ausden höchsten Kreisen sofort 10,000 Thaler in Actien zu je250 Thaler unterzeichnet, mit denen das Unternehmenins Werk gesetzt werden sollte. Der bisherige DirectorDerossi trat seine Rechte gegen Entschädigung an die Ge-sellschaft ab, und mit froher Erwartung sah man der Er-öffnung der neuen Saison entgegen. Immer mann selbsthatte sich einen einjährigen Urlaub von den Staatsgeschäftengenommen, um sich ganz der neuen Aufgabe widmen zukönnen. Auf einer grösseren Reise, die er eigens zu demZwecke unternommen hatte, suchte er sich die Schauspieler