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Theater und Musik,
Düsseldorf wagte. Wie schlimm es um diese Zeit mit demTheaterwesen gestanden hahen muss, geht am Deutlichstenaus der folgenden Cahinets-Verfügung Karl Theodors vom28. März 1775 hervor: „Nachdeme Wir die dem DirectornTeutscher Schauspieler Josephi gütigst ertheilte Concessionweg verschiedenen unanständig aufgeführten Piecen ein-zuziehen gütigst bewogen worden (und) anbey gütigstwollen, dass demselben weitere aufführung deren Comoediendahier und in samtlichen hiesigen Landen für beständigverbotten seyn solle: Als befehlen euch gütigst, gen. Josephidie fernere aufführung der Comoedien angesicht dieseszu untersagen, und dass dieses geschehen, mit Bemerkungobiger Ursach an hiesigen Comoedien Hauss so fort affigirenlassen sollet."
Trotz dieses Verbotes finden wir in den nächsten Jahrendie Josephische Truppe wieder in Düsseldorf; ausser ihrtraten noch andere Gesellschaften auf, welche aber kaumbesser gewesen zu sein scheinen, so dass das Theater vondem besseren Theile der Bürgerschaft mehr und mehr ver-nachlässigt wurde. Hülfe war dringend nothwendig, wennnicht das Theater ein Schandfleck für Düsseldorf bleibensollte. Einsichtsvolle Bürger wandten sich deshalb miteinem Gesuche, in dem die traurigen Theaterverhältnisse,welche besonders durch den Zustand des Thalientempelsverschuldet zu sein schienen, geschildert wurden, an denresidirenden Pfalzgrafen Karl Theodor mit der Bitte umAbhülfe.
Dieser kunstliebende Fürst erliess nun in Folgedessen am 9. Oktober 1781 die wichtige Verfügung, dassdas Theaterwesen in Zukunft dem Polizei-Commissar vonNeorberg unterstellt werden sollte; das Gebäude selbstwurde einer gründlichen Reparatur unterzogen, neue Deco-rationen wurden aus der Privatschatulle des Pfalzgrafenangeschafft und den Direktoren einige Erleichterung gewährt.Die Abgaben aber wurden auf neun Gulden für jede Vor-stellung erhöht, von denen sechs für die Unterhaltung desTheaters und drei für die Armenkasse verwendet werdensollten. Da jedoch die Directoren häufig nicht im Standewaren, diese hohe Abgabe zu erschwingen, so musste ihnendieselbe oft theilweise oder ganz erlassen werden. Trotzdieser Nachsicht gelang es nicht, bessere Gesellschaftenauf eine längere Zeit an Düsseldorf zu fesseln. Um die Artder Vorstellungen zu illustriren, welche um diese Zeit in Düssel-dorf zur Aufführung gelangten, mögen folgende Theater-zettel aus den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts,welche uns zufällig erhalten sind, hier einen Platz finden:„Am Mittwoch den 19. dieses Monats Februar (1783) wird