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Theater und Musik.
Ritterschaft demselben entgegen, und unter Kanonen-donner und Glockengeläute zog derselbe in die Stadt ein.Am 2. Juli fand eine grosse Hochzeit statt, wobei allerleiöffentliche Lustbarkeiten gehalten und Theaterstücke (luditheatrales) aufgeführt wurden, welche das Publikum soentzückten, dass die Musik von Orpheus und der Amphioneselbst eingerichtet zu sein schien. Der erste Adel führteauf der Rennbahn Reiterspiele auf, kurz, sagt Brosius,es fehlte nichts, was die Augen, die Ohren und den Gaumenweidete (p. 208). — Von ähnlichen Festlichkeiten berichtetder Chronist p. 214, als am 16. Sept. 1703 der König Karlvon Spanien nach Düsseldorf kam. So erzählt uns auchJohanna Balz: „Düsseldorfer Musikantengeschichten, Fest-gabe zum Niederrheinischen Musikfeste 1887" nach beglaubig-ten Quellen, wie im Jahre 1710 Lully's Hauptwerk „Lesfetes de l'amour et de Bachus", Text von Quinault, mitwelchem der berühmte Componist die grosse Oper in Pariseröffnet hatte, am Hofe aufgeführt wurde. Ferner ist nochbekannt, wie Händel im Jahre 1719 auf einer Reise nachdem Continente, um hier bedeutende Sänger für seineitalienische Oper in London zu engagieren, auch nach Düssel-dorf kam und hier den zu jener Zeit hoch beiühmten Bal-dassari gewann. Doch fehlen genauere Nachrichten überden Verlauf und das schliessliche Schicksal der italienischenOper zu Düsseldorf.
Im Gegensatze zu der vom Hofe gepflegten Oper begannseit der Mitte des vorigen Jahrhunderts eine mehr für dieInteressen der grösseren Massen des Bürgerstandes berech-nete öffentliche Schaubühne in Düsseldorf festen Bodenzu gewinnen. Die Werkstätte, welche 1706 dem Ritter vonGrupello erbaut war, um darin die jetzt auf dem Marktestehende Reiterstatue des Churfürsten Johann Wilhelm zugiessen, war im Jahre 1747 bei der Anwesenheit des Chur-fürsten Karl Theodor für einige Wochen zu einem Theaterumgestaltet worden. Seit dem Jahre 1751 wurden hierregelmässig jeden Winter von einer fahrenden Schauspieler-truppe öffentliche Vorstellungen gegeben und bis zur Er-bauung des neuen Theatergebäudes im Jahre 1874 hat dasalte Gebäude ununterbrochen diesem Zwecke dienenmüssen.
Die früheste Erwähnung des alten Schauspielhauses ge-schieht am 27. Oktober 1751, wo der Prinzipal einer fahren-den sächsischen Komödianten-Gesellschaft, N. Schuch, dieErlaubniss erhält, während des folgenden Winters seineTrauer- und Schauspiele aufführen zu dürfen. 1753 bis1755 führt eine italienische Gesellschaft unter GeovazioSillani Lustspiele auf. Am 7. Januar 1758 petitionirt der