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Die Baugeschichte von Düsseldorf.
Wie aber die Königs-Allee, den Namen vom KönigFriedrich Wilhelm IV. führend, erst von 1840 ab bebautwurde, so auch die Hauptstrasse der nach demselben Königbenannten Friedrichstadt, die Friedrichstrasse. Die übrigenStrassen dieses Stadttheiles, die Louisen-, Herzog-, Elisa-beth-, Kraut- (jetzt Reichs-) Strasse gehören derselben,der Fürstenwall und dessen Nebenstrassen der neuestenZeit an.
In der jetzigen Oststrasse standen 1848—50 erst einigewenige, damals einstöckige Häuser mit Vorgärten in derNähe der Einmündung der Bismarckstrasse. Die Bahn-strasse wurde zu der vorgenannten Zeit angelegt. DerKönigsplatz und die angrenzenden Theile der Bismarck-und Marienstrasse sowie die Klosterstrasse, früher diePfannenschoppenstrasse genannt, sind erst nach 1850 undzwar auf dem Terrain des ehemaligen Schnable'schen Gutesangelegt; die übrigen Strassen des östlichen Stadttheilessind erst in den letzten zwei Jahrzehnten erbaut worden.
Was die in dieser letzten Periode vorherrschende Bauartbetrifft, so tritt ebenso wie in den vorhergehenden beidenJahrhunderten das Streben hervor, den zerstörenden Wir-kungen von Feuersbrünsten durch Verbesserung der Bau-Constructionen und Materialien möglichst vorzubeugen, eswerden aber ausserdem auch durch die allgemeine Ein-führung des Eisens und des Cementes in die Reihe der Bau-materialien ganz neue Bahnen betreten, die sowohl auf dieinnere wie auf die äussere Gestaltung der Bauwerke einenganz erheblichen Einfluss ausüben. Obwohl die Verwendungdes Cementes bei Herstellung der Schauseiten der Häuserin den letzten Jahrzehnten hier am Orte ganz allgemeinüblich geworden ist, so muss doch anerkennend hervor-gehoben werden, dass auch die sogenannten echten Mate-rialien 1 ) vielfach zur Anwendung gelangen, wodurch sowohldie Festigkeit und Feuersicherheit der Gebäude, als auchdie ästhetische Wirkung der zur Ausschmückung gewähltenKunstformen bedeutend erhöht wird.
Auch darf die Pflege, welche die Glasmalerei in neuererZeit in Düsseldorf gefunden hat und deren Wiederaufnahmeunter die Zahl architektonischer Schmuckmittel nicht un-erwähnt bleiben, sie findet nicht nur bei kirchlichen Bau-werken, sondern auch in profanen öffentlichen Gebäudenund in Wohnhäusern, insbesondere bei den Fenstern vonTreppenfluren und im altdeutschen Stile eingerichtetenZimmern vielfache Anwendung.
x ) Hausteine und Verblendziegeln.