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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Die Baugeachkhte von Düsseldorf.

liehen Regierung; es ist in spätem Barockstil als Putzbaumit besonders hervorgehobenem Portal in Hausteinarchitek-tur aufgeführt.

Das Jägerhof schloss, ebenfalls zwischen 1760und 1766 erbaut, war kurfürstliches Jagdschloss und zuZeiten Wohnung des Jülich- und Bergischen Oberjäger-meisters. Das Gebäude hat einen grossen im Zopfstil er-richteten Mittelbau mit zwei später hinzugefügten Seiten-flügeln. Trotz seiner einfachen Stilformen macht das Schlosseinen recht gefälligen Eindruck, der durch seine freundlicheLage zwischen dem wohlgepflegten Schlossparke und demHofgarten noch erhöht wird. Der anstossende Marstallzeichnet sich durch drei mit reichen Holzschnitzereiengeschmückte Frontispice aus.

Von den in dieser Periode erbauten, jetzt nicht mehrvorhandenen öffentlichen Gebäuden sind nachfolgende diebemerkenswerthesten:

Das Kapuzinerkloster in der Flingerstrasse.Der Bau der Kirche dauerte von 16211624. Im Jahre1803 wurde das Kloster aufgehoben. 1 )

Das Seminar wurde 1623 auf dem Friedrichs-platze an der Stelle erbaut, wo jetzt die Kunsthalle steht.

Das Tummelhaus. Es war 1636 erbaut und lagauf dem Grund und Boden des jetzigen Präsidialgebäudes,der Eingang zu demselben befand sich in der Ratinger-strasse und führte durch das Thor der jetzigen evangelischenSchule.

Das Celliten-Nonnenkloster auf demHunsrücken. Die Kirche wurde 1699 eingeweiht und 1786erweitert.

Das Theater am Rathhause.

Das Opernhaus in der Mühlenstrasse neben demalten Mar stalle in der Nähe des Tummelhauses.

III. Die Stadterweiterung und die Bauten des19. Jahrhunderts.

Durch die im Friedensschlüsse zu Luneville 1801 fest-gesetzte Schleifung der Festungswerke in Düsseldorf wurdeder Vergrösserung und Verschönerung der Stadt ein gün-stiges Feld eröffnet. Der Churfürst Maximilian Josepherkannte die hohe Bedeutung der Stadterweiterung fürdie zukünftige Entwickelung seiner Residenz und ernannte

') 1807 kaufte Posthalter Georg Lejeune die Kirche und bautean ihrer Stelle eine neues Haus.