Die Baugeschichte von Düsseldorf.
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annähernd derselben Zeit wie die vorgenannten Kirchenstammt und im Laufe der Zeit, nach Aufgabe des Besitzesdurch die Hontheim'sche Familie, verschiedenen öffent-lichen Zwecken gedient hat. Ausser dem Land- und demFriedensgerichte hat auch die Kunstakademie zeitweise 1 )ihren Sitz in einem Theile dieses Gebäudes gehabt, dessenanderer, nördlicher Theil schon im Jahre 1752 zum Gefangen-haus eingerichtet wurde.
Das Ursulinenkloster, dessen Grundstein-legung 1685 stattfand, ist ein einfacher Putzbau, welchereine kleine, 1702 erbaute, mit flacher Putzdecke verseheneKirche umschliesst.
Das Carmelitessenkloster. Im Jahre 1642erhielten die Carmelitessen an der Stelle, an welcher derin die Luft geflogene Pulverthurm gestanden hatte, einenPlatz zur Gründung einer Niederlassung angewiesen. DerBau des jetzigen Klosters wurde 1706, der Bau der Kirche1712 2 ) begonnen. Die letztere wurde, wie die meistenKirchen jener Zeit, in spätrömischer Renaissance aufgeführtund hat keinen Thurm; der Grundriss ist kreuzförmig.
Die Infanterie-Kaserne 3 ) ist im Jahre 1735als Putzbau unter Vermeidung ornamentaler Ausschmückungerbaut und 1771 durch Aufbau eines Stockwerks ver-grössert. 4 ) Die an der Strasse in der Fluchtlinie der Kasernestehende Garnisonkirche ist gleichfalls 1735 im Zopfstilerbaut und hat kreuzförmigen Grundriss mit abgerundetenKreuzarmen.
Die Maximilianskirche. An Stelle der 1655bis 1659 erbauten Franziskanerkirche nebst Kloster wurdendie jetzt noch bestehende Kirche und das Kloster in denJahren 1734—1737 errichtet. Die Kirche ist ein Ziegel-rohbau in römischer Renaissance mit schönem und zier-lichem Zwiebelthurm. Die Klostergebäude wurden inspäterer Zeit als Gymnasium und zu Wohnungen der Pfarrerund der Hülfsgeistlichen benutzt.
Das Präsidialgebäude. Es ist zwischen 1760und 1766 an Stelle mehrerer niedergerissenen Häuser zugleichmit dem Marstalle erbaut, welch letzterer 1794 in Folgedes Bombardements niederbrannte. Das vom Feuer gänz-lich unberührt gebliebene stattliche Gebäude, früher dieResidenz genannt, ist jetzt Sitz des Präsidiums der König-
») Bis 1806.
») Schaumburg a. a. O. S. 44.
3 ) Ehemals auch Artillerie-Kaserne.
*) 1816 wurden mehrere Flügelbauten hinzugefügt.