Die Baugeschichte von Düsseldorf.
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mit der Stadt vereinigten Vororte Bilk. Wenn wir vonder nicht gerade unwahrscheinlichen, aher doch auch nichtglaubhaft verbürgten Angabe absehen, dass der MönchSuitbertus 1 ), der das Kloster Kaiserswerth gestiftet hat,auch die Pfarrkirche in Bilk eingeweiht habe, so finden wirdie erste urkundliche Erwähnung Bilks in einem Schen-kungsbriefe des Erzbischofs Heribert von Köln, der imJahre 1018 der Abtei zu Deutz bei ihrer Stiftung einenHof zu Bilk als Eigenthum zuwies. Die Annahme dürftezulässig sein, dass der Name des jetzt noch in der Nähe derBilker Kirche vorhandenen „Peutzer Hofes" auf jeneSchenkung zurückzuführen ist.
Die erste sichere Kunde 2 ) von dem Dasein desjenigenTheiles unserer Stadt, welcher den Kern derselben bildet,nämlich des an der rechten Seite der Mündung des nörd-lichen Düsselarmes 3 ) in den Rhein belegenen Ortes, giebtuns eine vom Papste Urban IV. ausgestellte Urkunde vom4. 4 ) Mai 1159, in welchem derselbe dem Stifte der heiligenUrsula in Köln das Einkommen von 5 Schillingen Duis-burger Münze aus „Düsseldorpe" bestätigt.
Der Grund und Boden dieser Ansiedelung gehörtedem Ritter Arnold von Tyvern oder Tevern, der seine Be-sitzung Düsseldorp 6 ) nebst den Gütern Holthusen, Buske,Kruthofen, Eickenbüren, Wald, Monheim, Hongen undHimmelgeist zu Ende des 12. Jahrhunderts gegen 100 MarkSilber dem Grafen Engelbert von Berg abtrat. Die Er-werbungsurkunde ist ohne Datum und u. a. von Otto vonHeldorp und Daniel von Erkerode mit unterzeichnet.
Düsseldorf wurde nebst den übrigen vorgenanntenGütern mit der Grafschaft Berg vereinigt und begann vondieser Zeit an sich allmälig, wenn auch zunächst nur in sehrbescheidenen Grenzen, zur Stadt zu entwickeln. GegenEnde des 13. Jahrhunderts wurde der damals noch un-bedeutende und in Urkunden äusserst selten erwähnte Ort
: ) Die Kirche ist nach demselben benannt, ebenso die vonder Kirche nach Thal Bilk führende Strasse.
2 ) Nach O. v. Müllmanns Statistik soll der Ort DüsseldorfUrkundlich bereits um 950 n. Chr. bestanden haben; die bezüglicheUrkunde ist indess nicht angeführt.
3 ) Dieser Arm der Dussel bildet die südliche Grenze des Ketil-Waldes und des Keldach-Gaues.
4 ) v. Schaumburg a. a. O. datirt die Urkunde vom 23. Mai.6 ) Strauven a. a. O. vermuthet, dass die Burg zu Düsseldorf
an derselben Stelle errichtet sei, wo der alte Sahlhof lag, aus welchemdas Dorf und später die Stadt hervorgegangen ist, lässt es aberUnentschieden, ob dio Erwerbung des Grafen von Berg von dem Herrnv °n Tevern etwa als eine Erweiterung des zum Sahlhofe bereitsgehörenden Gebietes oder als Erwerbung des Sahlhofes selbstanzusehen ist.
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