Zur Geschichte der bildenden Kunst in Düsseldorf.
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vereinigende Institute, die Kunstgenossenschaft sowie denVerein der Düsseldorfer Künstler zu gegenseitiger Unter-stützung und Hülfe erzielt. Eine heitere Seite einträcht-lichen Zusammenwirkens fand in den „Düsseldorfer Monats-heften", die eine Zeit lang ganz Deutschland mit lustigenKünstlerschwänken versorgten, zum Ausdruck. Um fürdie unwiederbringliche alte Gemäldegallerie einigen Ersatzzu schaffen, wurde eine Städtische Gemäldegallerie ins Lebengerufen und zwar aus vorzüglichen Werken der eigenenSchule. Hatte sie durch ihr Emporblühen doch eklatantgezeigt, dass sie das direkte Vorbild der Alten entbehrenkonnte. Ja es war hier das auffallende Faktum zu kon-statiren, dass eben das Emporblühen sich eigentlich geradevon der Entführung der alten Gallerie her datiren liess,während zur Zeit der Anwesenheit derselben kein rechtesKunstleben gedeihen wollte, ebensowenig wie noch heutein Städten, z. B. Dresden und Kassel, die die schönstenGallerien der Welt besitzen. Auch Münchens Kunst hatvon dem geraubten Schatz nur sehr zweifelhafte Vortheilegehabt. Sehr wohl verdient war es demnach, dass diepreussische Regierung der Stadt und Künstlerschaft zurEntschädigung für das vollständige Aufgeben der An-sprüche auf die alte Gallerie eine Summe zur Erbauungeiner neuen Kunsthalle überwies und dass in ihr der städti-schen Gallerie eine würdige Aufnahme bereitet wurde.
Diese sich nach und nach vollziehenden günstigenVeränderungen blieben natürlich nicht ohne Rückwirkungauf die Akademie, deren sich nun auch der Staat mehr an-nahm, namentlich seitdem die Leitung des preussischenKultusministeriums aus den Händen von Mühlers in dieüberall energisch eingreifenden Hände Falks übergegangenwar. Vor allem wurde die so nöthige Vervollständigungdes akademischen Lehrkörpers vorgenommen, theils durchdie anerkanntesten der selbstständig in Düsseldorf lebendenKünstler, theils durch die hervorragendsten Schüler derAkademie selbst, theils durch von auswärts berufene Lehrer,Welche bis dahin nicht vertretene Fächer lehrten. Im Jahre1862 wurde endlich die bis dahin nur auf dem Papier stehendeBildhauerklasse zu wirkungsreichem Leben erweckt unddie junge Pflanze hat sich heute bereits zu einem recht kräf-tigen und fruchtbringenden Stamm entwickelt. Bald wurdeauch ein Lehrstuhl für Anatomie, sowie für Kunstgeschichteund Literatur errichtet. Nachdem endlich auch mit derErnennung eines Professors der Genremalerei ein viel-versprechender Anfang gemacht worden, folgte dieser Be-rufung bald die Heranziehung einer Reihe der tüchtigstenjüngeren Künstler als Lehrkräfte nach, namentlich auch