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Zur Geschichte der bildenden Kunst in Düsseldorf.
für das historische Fach; waren die Deutschen doch jetztein geschichtliches Volk geworden. Der glänzendste Erfolgdieser wichtigen Neuerungen, ein überall sichtbarer begeiste-rungsvoller und thatkräftiger Aufschwung liess nicht langeauf sich warten. Und so kann Düsseldorf, das mittlerweilesich aus dem kleinen, Lindenblüthenduft durchzogenenLandstädtchen zu einer weit ausgedehnten, handel- undindustriereichen prächtigen Hauptstadt des Rbeinlandesmit weit über 100 000 Einwohnern emporgeschwungen hat,mit vollberechtigter Genugthuung das Prächcat einer Kunst-metropole in Anspruch nehmen. Die treue gute Mutter,die sie der Kunst allzeit war, darf mit Stolz auf die vorzüg-lichen Meisterwerke ihrer Sqhne blicken, deren Ruhm dieganze Welt durchklingt, sie darf mit hoffnungsfreudigemWohlwollen für ihre Benjamine, für den vielversprechendenNachwuchs, das „jüngste Düsseldorf", zuversichtlich heiterin die Zukunft schauen und, die herzlichen Glückwünscheihrer Getreuen entgegennehmend, mit zufriedenem Lächelnin ihr siebentes Jahrhundert eintreten.
Nicht besser lässt sich demnach diese Betrachtungschliessen als mit den schönen, bei der Enthüllung desCornelius-Denkmals gesprochenen Worten Wilhelm Camp-hausens :
„Wir dürfen alle mit Stolz heute empfinden, dass wirauf Düsseldorfer Boden stehen, der sich denn doch alsPflanzstätte der bildenden Kunst so fruchtbar erwiesenhat. Ihre grossen Pfleger und Hüter, Cornelius wie Schadow,haben beide, jeder in seiner Weise, zu ihrem Wachsthumund Weltruhm mächtig gewirkt und unser Düsseldorf sendetnach wie vor die allwärts begehrten Apostel ihres Lehr-amtes weit und breit hinaus ins ganze Beich. Ueberalltreibt, grünt und blüht ein frischer thatenlustiger Nach-wuchs und die verklärten Geister derer, welche das Hohe-priesteramt deutscher Kunst hier geübt haben, dürfen sichder Frucht ihrer Aussaat wahrlich in alle Ewigkeiten freuen!"