Zur Geschickte der bildenden Kunst in Düsseldorf.
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Freundes Jon. Heinr. Jakobi. Da zog das schwere Un-gewitter der französischen Revolution über die erschrecktenLande dahin; mit infernalischer Gewalt prasselte es auchauf das unbeschützte Düsseldorf nieder. Bei dem Bom-bardement am 6. October 1794, welches viele Gebäude zer-störte und beschädigte, war glücklicherweise die schonvorbereitete Flüchtung des Gallerieschatzes kurz vorherbewerkstelligt. Die Sammlung wurde über Bremen nachGlückstadt gebracht und kam erst nach dem LünevillerFrieden nach Düsseldorf zurück (1801). Aber die ob derWiederkunft laut jubelnde Bürger- und Künstlerschaftsollte sich ihres theuersten Schatzes nicht lange in Buheerfreuen. Kaum begannen die friedlichen Gaue wieder auf-zuathmen, da fuhr aufs Neue und mit vermehrter Vehemenzwie die wilde Jagd ein Heer von Furien, Alles mit Schrecken,Entsetzen und Graus erfüllend, von Frankreich her überdas zitternde Europa dahin. Und zum dritten Male musstedie Düsseldorfer Gallerie geflüchtet werden (1805). Dies-mal — wie es in dem allerhöchsten, vom Präsidenten vonHompesch bestätigten Befehle aus München heisst — weil„von den andringenden feindlichen Preussen ein Ueberfallzu befürchten stehe." Und diesmal war es auf Nimmer-wiedersehen. Der Schatz gelangte unter grossen Gefahrenbis nach München und hier verliebte man sich derart inihn, dass man sich nicht mehr von ihm trennen konnte.Wie sehr der Schmerz Düsseldorfs um den unersetzlichenVerlust ein tiefer, ein ungeheurer war, das beschreiben zuwollen würde stets ein vergeblicher Versuch bleiben. Demvon Johann Wilhelm gepflanzten, prächtigen Baume, derseinem Acker zu Nutz und Schutz gedeihen sollte, demaber schon so mancher schöne Zweig entrissen wurde, warjetzt die Krone geraubt und sein Lebensmark bis ins Innerstezerstört worden. Die Grösse dieses Leids war so tödtlichverwundend, dass sie Bich kaum noch steigern liess, als nunauch die mit der Gallerie verbundene Kunstakademie ihremSchatze folgen und ebenfalls nach München verpflanztwerden sollte. Der Director Langer und sein Sohn Robertsowie der Inspector Bouillot zogen bereits 1806 nach dort-hin ab.
So schien die junge Düsseldorfer Akademie glücklichentschlafen; in dem Staatskalender von 1805 geschah desInstituts schon keiner Erwähnung mehr, und blieb es auchfaktisch noch bestehen, so gab es doch kaum ein Lebens-zeichen mehr von sich. Nur ein paar untergeordnete Lehrer,die mit der Namen-Akademie ein kümmerliches Daseinfristeten, waren übrig geblieben. In diesem desolaten schein-todähnlichen Zustande gelangte das arme Düsseldorf in den
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