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Zur Geschichte der bildenden Kunst in Düsseldorf.
lass wurde mit Beschlag belegt, alle Kostbarkeiten, Gemälde-sammlung, Möbel etc. nach den Residenzen Neuburg undMannheim-Schwetzingen des neuen Churfürsten fortgeführt.Sogar die Reiterstatue auf dem Marktplatz sollte zu demZweck zerschnitten werden, welch letzterer Befehl jedochzurückgenommen wurde; man beschränkte sich auf dieWegnahme der fertigen Theile des bestimmungsmäseigenPostaments in Grupellos Laboratorium, der vier Löwen,sowie des Springbrunnens und der Pyramide. Nur dieBildergallerie blieb unangetastet.
War in dem Sonnenglanz der Gunst des vorigen Chur-fürsten die Stadt schnell zu üppigster Prachtentfaltungerblüht, so sank sie unter der kalten Abwendung seineskargen Nachfolgers, der ihr während seiner sechsundzwanzig-jährigen Regierungszeit keinen einzigen Besuch abstattete,noch schneller zu siechem Hinwelken dahin. Namentlichdas künstlerische Leben war auf ein Minimum reduziertund wies nicht einen Vertreter von Bedeutung auf. AlsDirektor der Gallerie fungirte Hofmaler GerhardJoseph Karsch. Auswärtige Künstler, durch dieSchätze der Gallerie angezogen, hielten sich Studiums halbernur vorübergehend in Düsseldorf auf. Es war etwas wieeine nebelgraue Aschermittwochsstimmung über die heiterebuntfarbige Residenz gekommen; auf den herrlichen sonnigenFeiertag schien eine endlose trübe Nacht folgen zu sollen.Die Saat aber, welche Johann Wilhelm, der illustre Be-schützer seiner Residenz, in so überreichem Masse aus-gestreut hatte, konnte doch nicht von dem plötzlich herein-brechenden Rauhfrost gänzlich vernichtet werden. Sieschlummerte nur dem kommenden Frühlingserwachentraumbefangen entgegen. Der erlauchte Säemann hatteden Acker vorzüglich bestellt und mit trefflichen Mittelndie Fruchtbarkeit des Bodens geweckt. Nur hatte seinglühender Eifer, um die schönste Frucht zu erndten, ihnhingerissen, zu früh und zu sehr mit übervollen Händendie keimfähigen Saatkörner auszustreuen. Noch vielerauhe, kalte und stürmische Tage hielten das lustigeEmporkeimen der im Boden Schlummernden mit barscherStrenge zurück.
Nach dem Tode Carl Philipps succedirte Carl Theodor,welcher Düsseldorf und seiner Gallerie wieder mehr Auf-merksamkeit wie sein Vorgänger zuwandte und sie auchzeitweise mit seinem Besuche beehrte. Seine hohe Gunstfür die Stadt zeigte sich vor allem in der für sie so hoch-bedeutsamen Weise, dass er im Jahre 1767 hier mitunmittelbarem Anschluss an die Gemäldegallerie eine Kunst-