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Zur Geschichte der bildenden Kunst in Düsseldorf.
Bellucci aus Venedig (1654—1716); von dem sich dreiBilder in der Gallerie befanden; Antonio Pellegriniaus Padua (1675—1741) malte Bilder und Deckengemäldein Düsseldorf, so namentlich einen englischen Gruss in derGarnisonkirche für den Hauptaltar und die Decken (bis1840 daselbst befindlich); Domenico Zanetti,Historienmaler; sodann der Freskomaler Antonio Bor-na r d i aus Bologna, Antonio Milanese, Architek-tur- und Perspectivmaler; ferner zwei Emaillemaler, vierandere Miniaturmaler und noch zwei Elfenbeinschnitzer.
Eine sehr hervorragende Persönlichkeit des damaligenKunstlebens in Düsseldorf war der Bildhauer, spätereChevalier Grupello aus Mailand (1643—1730). SeinHauptwerk war die Bronzestatue des Churfürsten. Wieder Letztere in effigie auf dem Douven'schen Gemäldestolz und hoch zu Boss dem in die Gallerie Eintretendengewaltig imponirend entgegenritt, so sollte nun auch aufdem Hauptplatz der Stadt, auf dem öffentlichen Markt,sein in Erz gegossenes Bildniss jedem Beschauer, jedemBesucher Düsseldorfs als hervorragendstes Wahrzeichenseiner Sehenswürdigkeiten zu unvergesslichem Eindruckin die Augen fallen. Bei dem kolossalen Ehrgeize JohannWilhelms war es wohl selbstverständlich, dass er in hohemMasse die menschliche Schwäche besass, sich gerne beweih-räuchern zu lassen. Keine grössere Freude konnte ihmalso jedenfalls gemacht werden, als indem ihm von seinenUnterthanen in Stadt und Land als Zeichen der Dank-barkeit für die Wohlthaten seiner Regierung, nament-lich der Stiftung der Gallerie, jenes imposante Monument,seine Reiterstatue, errichtet wurde. Und leicht erklärlichist es danach auch, dass er dem vortrefflichen Künstler,welcher dasselbe so sehr zu seiner Zufriedenheit auszuführenverstanden hatte, Zeit seines Lebens eine ganz besondereMunificenz angedeihen liess. Davon bringt die Geschichtemehrfache augenscheinliche Beweise, wogegen sie im Uebrigenüber das Leben und Wirken eines Künstlers von der Bedeu-tung eines Grupello auffallend wenig authentisches Materialliefert. Um so lebhafter hat sich der Volksmund mit seinerPerson beschäftigt und weiss noch heutzutage eine Mengeganz märchenhaft klingender Geschichten von ihm zuerzählen, so dass er danach fast zu einer mythischen Figurgeworden ist.
Das Piedestal der Reiterstatue Johann Wilhelms istnicht nach dem ursprünglichen Project, welches nochwesentlich grossartiger war, vollendet worden. Nach die-sem Entwurf waren bereits im Modell hergestellt vier grosse