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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Zw Geschichte der bildenden Kunst in Dusseldorf.

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Die feierliche Eröffnung der Gallerie, deren kunst-gerechte Anordnung hauptsächlich durch die Meister Douvenund van der Werff bewerkstelligt worden war, erfolgte1710 und Tausende von Bewunderern strömten nun durchdie fünf prachtvollen Säle in der Beletage, hochentzücktvon dem Anblick des wundervollen Earbenzaubers. Einerder Säle war vollständig mit Rubens'sehen Meisterwerkenangefüllt, ein anderer enthielt fast nur solche van der Werffs;auch Rembrandt und Gerhard Dow fanden sich sehr reichvertreten. Im ersten Saal (der Niederländer) hing obenan das prächtige Bild von DouvenChurfürst Johann Wilhelmhoch zu Ross in voller Rüstung, mit freundlichem AntlitzeBeinern Volke Frieden und den Künsten Schutz verkündend." In zwei Sälen des Erdgeschosses waren die Modelle dererhabensten Statuen und Antiken Italiens enthalten. Jeneßo zahlreiche und herrliche Gemäldesammlung bildete nureinen Theil der unschätzbaren Kunstkammer, zu welcherder Sammlerfleiss und die Kunstliebe des Churfürsten mitausserordentlichem Kostenauf wände das Düsseldorfer Schlossumzugestalten wusste. Auch beschäftigte Johann Wilhelmausser den beiden genannten, vorzugsweise unter den Strah-len seiner Gunst lebenden Künstlern noch eine grosse An-zahl von Künstlern und Künstlerinnen in seinem Dienste.Von niederländischen Künstlern werden hervorgehobenJan Weening (16441719), ein Bildniss-, Thier-und Blumen-Maler von Amsterdam, Anton Schoo-n i a n s aus Antwerpen (16531726), durch genaue Kennt-niss und glückliche Anwendung des Halbdunkels berühmt,Wohnte bis zum Tode Johann Wilhelms in Düsseldorf undmalte für die Gallerie sieben Bilder; GottfriedSchalken aus Dortrecht (16431706), besonders durchseine Nachtstücke mit grellem Lichteffect berühmt, wohntein Düsseldorf auf der Flingerstrasse und malte vier Bilderfür die Gallerie; Johann van Kessel aus Ant-werpen (16441708) malte wahrend mehrerer Jahre ver-schiedene Decorationen im Schlosse; Hermann vander M e y n aus Amsterdam, der drei Blumenstücke undJan van Nickelen, der zwei Architekturbilder fürdie Gallerie verfertigte; ferner des letzteren Schwieger-sohn Wilhelm Trost, ein tüchtiger Porträtmaler,sowie seine Tochter Jacobe Maria van Nickeln,eine talentvolle Blumen- und Erüchtemalerin und ihr eben-bürtig zur Seite die Amsterdamer Malerin Rachel Ruysch,die auch verschiedene Aufträge des Churfürsten in Düssel-dorf ausführte.

Von italienischen Malern, die längere oder kürzereZeit in Düsseldorf lebten, werden genannt Antonio