Zur Geschichte der bildenden Kunst in Düsseldorf.
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Compositionen hervorgethan zu haben. Namentlich aufjenem Gebiete taucht denn auch zuerst ein Künstlernamemit einem gewissen Klang aus dem Dunkel der Lokalgeschichteauf.
Als Rathsverwandter der Stadt Düsseldorf und ausguter alter Düsseldorfer Familie abstammend, stand derMaler Spielberg in Diensten des Herzogs Johann Wilhelmvon Jülich-Cleve-Berg und genoss bei diesem hohe Ehren.Er malte in Oel und auf Glas. Sein Bruder Gabriel Spiel-berg war Hofmaler des Königs von Spanien. Mehr Be-deutung erlangte sein Sohn Johann Spielberg,zu Düsseldorf geboren (1619—1690). Er erhielt seine Aus-bildung zunächst in der Düsseldorfer Schule, die zum grösstenTheil wohl eine wissenschaftliche Anstalt war, und durchden ergänzenden Unterricht seines Vaters. Auf sein sichfrüh entwickelndes Talent aufmerksam geworden, sandteihn der Herzog Wolfgang Wilhelm mit einem Empfehlungs-schreiben an den ihm befreundeten Peter Paul Rubens,dem der Herzog einst in Madrid, wo der berühmte Malerals Gesandter der Niederlande weilte und eines Tages durcheinen Volksauflauf ernstlich bedroht wurde, bei dieser Ge-legenheit durch schnelle Entführung das Leben gerettethatte. Während Spielberg auf der Reise nach Antwerpenbegriffen war, starb Rubens und nun ging der junge Künstlerzu dem berühmten Govert Flink, bei dem er seine voll-ständige Ausbildung erhielt. Von seinem Gönner undMäcen, Herzog Wolfgang Wilhelm, zum Hofmaler ernanntund nach Düsseldorf zurückberufen, malte er hier zahl-reiche Porträts, sowie mehrere Historienbilder, u. A. eingrosses Altarbild für die Kirche zu Roermonde, für dasSchloss zu Düsseldorf die Thaten des Herkules etc.
Unter seinen Kindern zeichnete sich seine TochterAdriana Spielberg (1650 geb.) sowohl durch Oel-bilder wie namentlich auch durch Zeichnungen in Kreideund Pastell aus. Sie verehelichte sich mit einem tüchtigenKünstler, Wilhelm Breckvelt, einem geborenenDüsseldorfer, und nach seinem bald erfolgten Tode zumzweiten Male mit dem berühmten Landschaftsmaler E g 1 o nvan der Neer (1643—1703), der auch bereits zweimalverheirathet gewesen und in seiner eigenen Familie einekleine Kunstschule mit nach Düsseldorf brachte. Ausserdem Porträtfach wurde durch letzteren nun auch bereitsdie Landschaftsmalerei heimisch in Düsseldorf.
Obwohl Düsseldorf schon seit langer Zeit eine Residenz-stadt regierender Fürsten war, so wählte sie nach der Ge-pflogenheit der damaligen kleinstaatlichen Regenten zu-