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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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fintvrickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.

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Schüler, im Schuljahr 1885/86 zwischen 412430, 1886/87zwischen 384510. Der Unterricht wird jetzt in 25 Klassenmit 16 Lehrern gegeben.

Wenn wir einen kurzen Rückblick über die den ver-schiedenartigsten Interessen des Lebens dienenden höherenAnstalten werfen, so müssen wir gestehen, dass sich einreiches und buntes Bild der Entwickelung des höherenSchulwesens vor unsern Augen entrollt. Dasselbe enthältseine passende Ergänzung durch die Betrachtung der Bahnen,welche das höhere Mädchenschulwesen gewandelt ist.Seit dem 16. Jahrhundert hatten in den katholischen Ge-meinden die weiblichen Orden Unterricht und Erziehungder Mädchen meist in den Händen. Wir haben gesehen,wie in Düsseldorf die Ursulinerinnen den Mädchenunter-richt bis in dies Jahrhundert hinein leiteten. Danebentraten besonders im Anfange dieses Jahrhunderts Privat-personen als Inhaber solcher Schulen auf, z. B. leitete VikarDaulnoy eine simultane Töchterschule, welche 600 Thlr.aus dem bergischen Schulfonds bezog, 2. Frl. von Erkelenshatte eine Schule, aus welcher später die Louisenschulehervorging. Im Jahre 1799 erbietet sich Erau Bennoit,junge Mädchen in der französischen Sprache, sowie in derStickerei in Gold und Seide zu unterrichten. Ferner werdennoch genannt die Schulen von Frl. Diepold, Frau Dr. Philippi,Frl. Sack, Quincke und Perpeet, welche meist die Con-currenz mit den inzwischen geschaffenen öffentlichen An-stalten nicht aushalten konnten und eingingen. Erst seit1872, als namhafte Vertreter des höheren Mädchenschul-wesens eine Denkschrift der Regierung vorlegten und eineneinheitlichen Lehrplan verlangten, traten die Anstaltenals öffentliche im gesetzlichen Sinne auf.

Die Louisenschule, welche wir zuerst zu be-sprechen haben, entwickelte sich aus kleinen Anfängen.Es bildete sich 1837 eine Societät von Männern, derenTöchter eine höhere Bildung erlangen sollten. Regierungs-rath Altgelt trat an die Spitze des Unternehmens. Am30. October trat die Schule mit 3 Klassen ins Leben undwurde kurz darauf als evangelische Gemeindeschule an-erkannt, aber erst 1854 ging sie definitiv in den Besitz derGemeinde über. Ihre Kgl. Hoheit Prinzessin Friedrichvon Preussen übernahm das Protectorat über die Anstalt,die daher den Namen Louisenschule erhielt. Sie blieb imBesitz der ev. Gemeinde von 1854 bis 1876. Ihr Lokal wech-selte viermal. Zuerst befand sie sich in der Wohnung derFrl. von Erkelenz, dann seit 1839 in der Canalstrasse 1,später in der Breitestrasse, der jetzigen Bier hoff'sehen