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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Entwickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.

unabweisbar und dringend hin. Man zögerte nicht lange.Nachdem Anfangs 1883 der prachtvolle Bau am Rheinufermit Unterstützung des Staates fertig gestellt worden war,konnte dieselbe durch den als Director berufenen ProfessorStiller Ostern eröffnet werden. Die Kunstgewerbeschulebietet die Gelegenheit, auf Grund guter Volksschulbildungsich Kenntnisse zu verschaffen, welche befähigen, irgendeinen gewerblichen Beruf auch künstlerisch auszuüben.Dies Ziel sucht man in drei Abtheilungen zu erreichen undzwar 1. in einer Vorbereitungsklasse, welche früher Vor-schule genannt wurde, mit Unterricht im Freihandzeichnen,geometrischen Zeichnen und Modelliren (Kursus 1 Jahr);2. in der Fachabtheilung (den sogenannten Fachklassen)der Architektur, der Mal- und Modellir-Klasse; 3. in derAbendschule, welche den Zweck hat, Lehrlingen und Ge-hülfen in ihren freien Stunden neben der praktischen Tages-thätigkeit Gelegenheit zu künstlerischer Ausbildung zugeben, in 4 Abtheilungen; daneben Hospitanten, d. h. solche,welche nur zeitweise oder unvollständig den Unterrichtgemessen wollen, werden nur für die Fachklassen auf-genommen.

Die Frequenz im Sommer-Halbjahr 1883 betrug120 Schüler (30 Vorschüler, 2 Fachschüler, 88 Abend-schüler); im Wintersemester 162 (44 Vorschüler, 12 Fach-schüler, 106 Abendschüler); im Sommersemester 1884166 Schüler (39, 20, 107), im Wintersemester 1884/85 182Schüler (48, 35, 99); im Sommersemester 1885 147 Schüler(30, 28, 89); im Wintersemester 1885/86 211 Schüler (50,56, 105); Sommersemester 1886 159 Schüler (24, 35, 100);Wintersemester 1886/87 238 Schüler (45, 70, 123); Sommer-semester 1887 153 Schüler (25, 35, 93); Wintersemester1887/88 249 Schüler (47, 65, 137); Sommersemester 1888155 Schüler (38, 39, 78). Ausstellungen von Schülerarbeitenz. B. im Jahre 1884 legten erfreulichen Beweis von derTüchtigkeit des Unterrichts und seinem Erfolge ab. Am1. October 1886 trat eine Fachschule für Treiben, Gravirenund Ciseliren hinzu. Zuvor wurde der erste sechswöchent-liche Cursus zur Ausbildung von Zeichenlehrern an dergewerblichen Fortbildungsschule abgehalten; an diesemnahmen 26 Lehrer theil. Mit dem 1. October 1883 wurdedie gewerbliche Fortbildungsschule dem Direktor der Kunst-gewerbeschule unterstellt und erhielt folgenden Lehrplan:1. Freihandzeichnen, 2. Zirkelzeichnen, 3. Projectionszeichnen,

4. Fachzeichnen für Bauhandwerker und Maschinenbauer,

5. Geometrie, 6. Deutsch, 7. Rechnen und Buchführung.Die Frequenz betrug im Schuljahr 1884/85 zwischen 395612