Entwickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.
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Fürsten auf dem Gebiete der Kunst eine Anstalt, welcheihren glanzvollen Ruf weit über die Grenzen Europas ver-breitet hat und noch verbreitet. Jeder weiss, dass hier dieKunstakademie gemeint ist. Sie soll hier nicht eingehendbesprochen werden, aber, da auch sie der Unterweisungund dem Unterricht ihr Dasein verdankt, eine kurze Er-wähnung finden. Schon seit dem Jahre 1767 bestand zuDüsseldorf eine „Zeichnungs-Akademie", welche im Jahre1777 zu einer Akademie der schönen Künste von dem Chur-fürsten Carl Theodor erweitert wurde. Um das Jahr 1780war folgendes Lehrpersonal vorhanden: L. Krähe, Director1767—1790, Erb, Professor der Baukunst; Bäumchen,Professor der Bildhauerkunst; Bruillot, Professor der Maler-kunst, H. Schmitz, in der Kupferstecherkunst; Aloys undLambert Cornelius, Inspectoren der Akademie, der erstereder Vater, der letztere der Bruder des grossen Cornelius.Nachdem die Gallerie im Jahre 1805 nach Baiern gebracht,das Herzogthum Berg an Frankreich gefallen, und Bouillotund Johann Peter Langer (der letzte Director der Aka-demie 1790—1806) nach München gegangen war, fristetedie Akademie nur kläglich ihr Dasein. Schaeffer, Thelottund Lambert Cornelius führten ihr Lehramt fort. Derletztere war ausserdem Zeichenlehrer an dem inzwischenneu eingerichteten Gymnasium. 1816 belief sich die Zahlder Schüler auf 89. Das grosse Akademiegebäude auf derAkademiestrasse wurde 1810 von dem Minister des Innernin Besitz genommen, die Schule aber in das Franziskaner-kloster verwiesen, wo auch das Lyceum oder Gymnasiumseine Zimmer hatte. Dieses räumliche ZusammenwohnenHess sogar den Gedanken in Erwägung ziehen, ob es nichtangängig wäre, zwischen der Akademie der bildendenKünste und dem Gymnasium eine Verbindung herzustellen.Kortüm erklärte sich mit entschiedenen Worten gegeneine solche Vereinigung. „Das Streben eines Gymnasiumsist ganz auf das Allgemeine gerichtet, welches zwar dasBesondere einschliesst, aber nicht als solches unmittelbarberücksichtigt. Eine Kunstschule ist ganz auf das Besonderegerichtet, mithin ist eine Verbindung einer solchen Anstaltnüt dem Gymnasium nicht möglich, wenn die Idee desletzteren nicht aufgehoben oder wenigstens getrübtwerden 8011."
Mit diesen Gründen war der Plan, die Kunstschulettüt dem Gymnasium zu verbinden, abgethan, aber esdauerte doch noch einige Jahre, bis man energischeSchritte zur Hebung der Kunstschule that. An dieserStelle verdient auch die gleichfalls von Karl Theodorgegründete Landesbibliothek Erwähnung. Sie wurde
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