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Entwickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.
Plane lesen sollten. Er entwickelt ein gerade nicht an-sprechendes Bild der hiesigen juristischen Facultät, wenner sagt; „Ohne alle pädagogische, encyclopädische undgeschichtliche Vorkenntnisse wird der angehende Rechts-beflissene gewöhnlich in das weitschichtige Gebiet derRechtswissenschaft eingeführt, während weder die Dauereines Cursus noch die Studienzeit überhaupt fest be-stimmt ist."
Es lässt sich auch eine anatomische Lehranstalt nach-weisen, deren Anfänge bis 1740 zurückgehen. Zuerst warsie eine Privatunternehmung, durch die Medicinalordnungvom Jahre 1773 erhielt sie aber staatliche Anerkennung.Es wurde darin von den approbirten Chirurgen der Nach-weis gefordert, dass sie auf dem Düsseldorfer theatrumanatomicum oder anderswo die Anatomie gehört hätten.Aber nur die Chirurgen bildeten sich in Düsseldorf, vomArzte wurde der Besuch einer Universität verlangt. Auchfür andere Gebiete des Wissens fanden öffentliche Vor-lesungen statt, z. B. für Geometrie, Baukunst und Camera-listik (Land-, Berg- und Forstwirthschaft, Polizei, Finanzenund Staatsöconomie), wie das aus den vorliegenden jülich-schen und bergischen Nachrichten für das Jahr 1799 hervor-geht. Das allen diesen Bestrebungen Gemeinsame ist fol-gendes: Zuerst bieten sich die Lehrer für gewisse Fächerfreiwillig zum Unterrichten an. Der Staat giebt seine Zu-stimmung, leistet aber erst Zuschüsse, wenn er sieht, dassihm dadurch ein guter Beamtenstand gesichert wird. DerBesuch einer Universität wurde nur von solchen verlangt,welche sich um die höchsten Stellungen bewarben. Fürden gewöhnlichen Beamten waren die in Düsseldorf gehal-tenen Vorlesungen ausreichend.
Der Gedanke, aus diesen verschiedenartigen Trümmerneiner Hochschule eine umfassende Akademie erstehen zulassen, lag nahe. Murat, der Grossherzog von Berg, fassteihn, Napoleon brachte ihn der Ausführung nahe durchdas Decret vom 17. December 1811. Hierdurch wurdeder neu zu gründenden Anstalt eine Dotation von 114,000Francs zugewiesen, vier Facultäten sollten das ganzeWissensgebiet umfassen. Die Verhandlungen über die Ver-mehrung der Lehrkräfte zogen sich bis in das Jahr 1814hinein, in welchem nach der Besiegung Napoleons jederGedanke an eine Universität in Düsseldorf aufgegebenwurde.
Wenn auch die Erhebung Düsseldorfs zu einer Uni-versität damals und auch später nicht erfolgte, so erhieltes jedoch im 18. Jahrhundert durch einen hochherzigen