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Geschichte der Stadt Düsseldorf : in zwölf Abhandlungen ; Festschrift zum 600jährigen Jubiläum
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Entwickelung des Schulwesens zu Düsseldorf.

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Moral, eigentliche Philosophie und Mathematik vor. Dievier für die Theologie bestimmten Docenten behandeltendie hl. Schrift, das kanonische Recht, Hebräisch, scho-lastische Theologie und Casuistik. Auch die Franziskanereröffneten 1673, weil es das Tridentiner Concil so vorschrieb,einen theologischen Lehrkursus, welcher noch erweitertwurde, als nach 1773 durch Aufhebung des Jesuitenordensdie Congregationisten, d. h. die Exjesuiten, allmälig aus-starben. Der Staat betheiligte sich durch Zuschüsse zuden Besoldungen für die einzelnen Docenten an diesenStudien umsomehr, da ihm durch Einziehung der Jesuiten-collegien reiche Mittel zuflössen. Indessen die kriegerischenZeiten am Anfange des 19. Jahrhunderts bewirkten, dassman dieser Anstalt wenig Beachtung schenkte, sie ging1803 ein. Nach 1 ^jähriger Unterbrechung wurden zwardie theologischen Vorlesungen durch einen Professor fort-gesetzt, aber die Leipziger Schlacht räumte auch damitauf.

Was die juristischen Vorlesungen anbetrifft, so warenschon lange besondere Professoren für die sogenannteRechtsschule in Thätigkeit, aber sie lassen sich erst fürdas Jahr 1728 nachweisen. 1769 wurden dieselben staat-lich anerkannt. Vier Docenten lasen damals, nur der be-soldete ununterbrochen. Nach langen Verhandlungenwurde durch den Churfürsten 1804 eine Verordnung ver-öffentlicht, wonach der Besuch der Düsseldorfer Akademieals ausreichend für Diejenigen erachtet wurde, welche sichum ein geistliches oder weltliches Amt bewarben. Tönniesnennt in einer besonderen Schrift folgende Docenten derjuristischen Facultät zu Düsseldorf. Heinrich Brewer lasetwa bis 1812, die beiden Dewies, Kail Anton Hamacher,Franz Anton Hedderich, der auch ausserhalb Jülichs undBergs einen geachteten Namen hatte; Karl Joseph Henou-mont, gebürtig aus dem Luxemburgischen, las seit 1774.Johann Wilhelm Neuss, geb. 1781, hatte mit 15 Jahrendas hiesige Gymnasium absolvirt, hörte dann die Vor-lesungen bei Henoumont, dessen befähigtster Schüler erWar; Joseph Schräm ging später als Bibliothekar an dieneugegründete Universität Bonn. Johann Wilhelm Wind-fi cbeid, las um 1775, starb 1801 als wirklicher Geheimrath.Die meisten waren Professoren im Nebenamt, sie hattenmeist eine einträgliche Advocatur, der sie ihre Haupt-kräfte widmeten. Karl Hamacher veröffentlichte 1803einen Entwurf eines Lehr- und Studienplanes für juristischeAcademien, Er beklagt darin die planlose Lehrart derRechtswissenschaft und schlägt vor, fünf Professorenohne Nebenamt anzustellen, welche nach bestimmtem

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